598 lustige Sprüche und Zitate, die kluge Menschen schmunzeln machen

Lustige Sprüche und witzige Zitate können auch intelligent sein. Dies in extenso zu beweisen nimmt sich diese Seite vor. Den dummen, autorlosen SMS-Spruch für zwischendurch findest du hier jedenfalls nicht.

lustige Sprüche und witzige Sprüche
Wenn diese Frau sich mit meinen Zitaten so köstlich amüsiert, dann kannst du das doch auch, oder?

Vorbemerkung, die du überleben wirst

Stattdessen habe ich 598 kluge und lustige Sprüche und Zitate von Autoren für dich gesammelt, die für ihren Humor bekannt sind.

Jeder dieser Autoren hat seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Humorstil. Daher schien es mir sinnvoll, die Zitate nach Autoren zu ordnen. Die Autoren selbst wiederum sind alphabetisch angeordnet.

Vertreten sind in meiner Sammlung lustiger Sprüche und Zitate derzeit folgende 18 Urgesteine der Weltliteratur: Jane Austen, Wilhelm Busch, Theodor Fontane, Sigmund Freud, Heinrich Heine, Immanuel Kant, Karl Kraus, Gotthold Ephraim Lessing, Martin Luther, Karl Marx, Johann Nestroy, Friedrich Nietzsche, Jean Paul, Friedrich Schiller, Arthur Schopenhauer, Kurt Tucholsky, Mark Twain, Oscar Wilde.

11 lustige Sprüche und Zitate von Jane Austen

"Wozu leben wir, wenn nicht, um unseren Nachbarn Anlass zum Lachen zu geben und dafür umgekehrt über sie zu lachen?" (Jane Austen)

"Eheleute wissen im Allgemeinen genau, wann Widerstand vergeblich ist." (Jane Austen)

"Alleinstehende Frauen haben eine furchtbare Neigung, arm zu sein - was ein überzeugendes Argument fürs Heiraten ist." (Jane Austen)

"Die eine Hälfte der Welt kann die Freuden der anderen nicht verstehen." (Jane Austen)

"Rücksicht auf die Verwandten ist die Wurzel alles weihnachtlichen Unglücks." (Jane Austen)

"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle mit Vermögen nichts dringender als eine Frau braucht." (Jane Austen)

"Ich möchte gar nicht, dass die Leute mir angenehm sind, denn das bewahrt mich vor dem Problem, sie leiden zu mögen." (Jane Austen)

"In neun von zehn Fällen sollte eine Frau besser mehr Zuneigung zeigen, als sie verspürt." (Jane Austen)

"Da der Mensch von Natur aus denen immer wohlgesonnen ist, in deren Leben etwas Interessantes geschieht, kann ein junger Mensch, der heiratet oder stirbt, davon ausgehen, dass nur Gutes über ihn gesagt wird." (Jane Austen)

"Weibliche Sparsamkeit kann eine Menge erreichen, aber sie kann ein kleines Einkommen nicht in ein großes verwandeln." (Jane Austen)

"Natürlich gibt es auf der Welt nicht so viele Männer mit stattlichem Vermögen, wie es schöne Frauen gibt, die sie verdienen." (Jane Austen)

48 lustige Sprüche und Zitate von Wilhelm Busch

"Die Tätigkeit des Blumenkohl-ähnlichen Gehirns pflegt man Geist zu nennen." (Wilhelm Busch)

"Darum, o Jüngling, fasse Mut; / Setz auf den hohen Künstlerhut / Und wirf dich auf die Malerei; / Vielleicht verdienst du was dabei!" (Wilhelm Busch)

"Es wird mit Recht ein guter Braten / Gerechnet zu den guten Taten." (Wilhelm Busch)

"Der Künstler fühlt sich stets gekränkt, / Wenn's anders kommt, als wie er denkt." (Wilhelm Busch)

"Zuweilen, doch nicht so herzlich, lacht man über sich selber, sofern man sich mal bei einer mäßigen Dummheit erwischt, indem man sich nun sogar noch gescheiter vorkommt, als man selbst." (Wilhelm Busch)

"Musik ist angenehm zu hören, / Doch ewig braucht sie nicht zu währen." (Wilhelm Busch)

"Rotwein ist für alte Knaben / Eine von den besten Gaben." (Wilhelm Busch)

"Wer als Wein- und Weiberhasser / Jedermann im Wege steht, / Der genieße Brot und Wasser, / Bis er endlich in sich geht." (Wilhelm Busch)

"Des Lebens Freuden sind vergänglich; / Das Hühnerauge bleibt empfänglich." (Wilhelm Busch)

"Die erste Pflicht der Musensöhne / Ist, dass man sich ans Bier gewöhne." (Wilhelm Busch)

"Musik wird oft nicht schön gefunden, / Weil sie stets mit Geräusch verbunden." (Wilhelm Busch)

"Man hätte so gerne seine Ruh / Und raucht' eine Pfeife Tobak dazu. / Gleich schreit der Doktor: Entweder - oder! / Spazieren oder das Leben verlieren!" (Wilhelm Busch)

"Es ist ein Brauch von alters her: / Wer Sorgen hat, hat auch Likör." (Wilhelm Busch)

"Erquicklich ist die Mittagsruh, / Nur kommt man oftmals nicht dazu." (Wilhelm Busch)

"Vergebens predigt Salomo. / Die Leuten machen's doch nicht so." (Wilhelm Busch)

"Denen, die der Ruhe pflegen, / Kommen manche ungelegen." (Wilhelm Busch)

"Oft findet man nicht den Genuss, / Den man mit Recht erwarten muss. / So geht es mit Tabak und Rum: / Erst bist du froh, dann fällst du um." (Wilhelm Busch)

"Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie." (Wilhelm Busch)

"Die Reiter machen viel Vergnügen, / Besonders, wenn sie drunten liegen." (Wilhelm Busch)

"Ach! reines Glück genießt doch nie, / Wer zahlen soll und weiß nicht wie!" (Wilhelm Busch)

"Zur Tugend, wie man zu sagen pflegt, / Ist eigentlich keiner recht aufgelegt." (Wilhelm Busch)

"Enthaltsamkeit ist ein Vergnügen / An Sachen, wo wir nichts von kriegen." (Wilhelm Busch)

"Idealismus ist ja meine Philosophie, aber die Praxis ist ein Ding für sich." (Wilhelm Busch)

"Drei Wochen war der Frosch so krank! / Jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank!" (Wilhelm Busch)

"Ach, die Welt ist so geräumig, / Und der Kopf ist so beschränkt." (Wilhelm Busch)

"Wer einsam ist, der hat es gut, / Weil keiner da, der ihm was tut. (...) Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen, / Lässt sich das Glück nicht schöner malen." (Wilhelm Busch)

"Stets findet Überraschung statt / Da, wo man's nicht erwartet hat." (Wilhelm Busch)

"Vater werden ist nicht schwer, / Vater sein dagegen sehr." (Wilhelm Busch)

"Nur immer fix - sonst kriegste nix." (Wilhelm Busch)

"Und die Liebe per Distanz, / Kurz gesagt, missfällt mir ganz." (Wilhelm Busch)

"Das Gute - dieser Satz steht fest - / Ist stets das Böse, was man lässt!" (Wilhelm Busch)

"Bemüh dich nur und sei hübsch froh, / Der Ärger kommt schon sowieso." (Wilhelm Busch)

"Es ist das Osterfest alljährlich / Doch für den Hasen recht beschwerlich." (Wilhelm Busch)

"Ei ja! - da bin ich wirklich froh! / Denn, Gott sei Dank! Ich bin nicht so!!" (Wilhelm Busch)

"Wird man im Mittagsschlaf gestört, / Das ist verdrießlich, das empört." (Wilhelm Busch)

"Viel besser als ein guter Wille / Wirkt manchmal eine gute Pille." (Wilhelm Busch)

"Das Reden tut dem Menschen gut; / Wenn man es nämlich selber tut." (Wilhelm Busch)

"Wenn es Silvester schneit, / Ist Neujahr nicht weit." (Wilhelm Busch)

"Tugend will ermuntert sein, / Bosheit kann man schon allein." (Wilhelm Busch)

"Schön ist es auch anderswo, / Und hier bin ich sowieso." (Wilhelm Busch)

"Dummheit, die man bei andern sieht, / Wirkt meist erhebend aufs Gemüt." (Wilhelm Busch)

"Froh schlägt das Herz im Reisekittel, / Vorausgesetzt, man hat die Mittel." (Wilhelm Busch)

"Ach, ich fühl es! Keine Tugend / Ist so recht nach meinem Sinn; / Stets befind ich mich am wohlsten, / Wenn ich damit fertig bin." (Wilhelm Busch)

"Wie wohl ist dem, der dann und wann / Sich etwas Schönes dichten kann!" (Wilhelm Busch)

"Dort zeigen frei sie ihre Redegaben, / Sie, die zu Hause nichts zu sagen haben." (Wilhelm Busch)

"Oft ist das Denken schwer, indes / Das Schreiben geht auch ohne es." (Wilhelm Busch)

"Ach, der Tugend schöne Werke, / Gerne möcht ich sie erwischen, / Doch ich merke, doch ich merke, / Immer kommt mir was dazwischen." (Wilhelm Busch)

"Obgleich die Welt ja, sozusagen, / Wohl manchmal etwas mangelhaft, / Wird sie doch in den nächsten Tagen / Vermutlich noch nicht abgeschafft." (Wilhelm Busch)

58 lustige Sprüche und Zitate von Theodor Fontane

"Gott, was krabbelt doch alles unter dem Namen 'Mensch' auf diesem Erdball herum." (Theodor Fontane)

"Wenn der Ehemann nicht schlecht ist, so ist er komisch, und wenn er nicht einmal komisch ist, so ist er langweilig." (Theodor Fontane)

"Wenn der Mensch zu gar nichts mehr zu brauchen ist, dichtet er und schreibt Novellen. Die Künste sind das Höchste, aber auch das Niedrigste." (Theodor Fontane)

"Der unausgeschlafene Mensch ist eine Null, oder wenn der Mensch überhaupt eine Null ist, die Null einer Null." (Theodor Fontane)

"In solchen Häusern, wo man viel Geld und viel Temperament hat und sich liebt und hasst und gelegentlich sich zankt und scheiden lassen will, - ist es immer am nettesten." (Theodor Fontane)

"Die männliche Schweinigelei hat noch eine lange Zukunft." (Theodor Fontane)

"Die Kunstkritiker haben viel auf dem Gewissen, aber verglichen mit dem Gequatsch, das die Maler selbst loslassen, sind es Halbgötter." (Theodor Fontane)

"Wie Ehen sind, das wissen immer nur die Eheleute selbst, und mitunter wissen's auch die nicht." (Theodor Fontane)

"Die Eitelkeit auch der besten Menschen ist so groß, dass, wenn man einem sagt, er sähe wie Rubens aus, so ist er nicht voll zufrieden. Er will wenigstens wie Rubens und Van Dyck zusammengenommen aussehn." (Theodor Fontane)

"Luft und Bewegung sind die eigentlichen Geheimen Sanitäts-Räte, und an denen, die sich so nennen, ist das das Beste, dass sie dies mehr und mehr einzusehen beginnen." (Theodor Fontane)

"Frauen sind für Parteinahme, versteht sich, wenn es ihrer Partei zugute kommt." (Theodor Fontane)

"In der Literaturgeschichte scheint die Sonne über Gerechte und Ungerechte; jeder kriegt seine zwei Zeilen." (Theodor Fontane)

"Dazu kommt, dass auch das Loben eine feine Kunst ist, die nicht viele verstehn. Die meisten stoßen bei dem Diener, den sie machen, drei andre um." (Theodor Fontane)

"Dem einen gefällt dies, dem andern das, und den ganz Feinen gefällt gar nichts." (Theodor Fontane)

"Ich bin immer, auch im Leben, für Ruhepunkte; Parks ohne Bänke können mir gestohlen werden." (Theodor Fontane)

"Kinder sind immer egoistisch und die Sache ist die und kommt dadurch wieder in Ordnung, dass ihnen die eignen Kinder später auch eine tüchtige Nuss zu knacken geben." (Theodor Fontane)

"Früher fing die Menschheit erst beim Baron an, jetzt bei dem, der Champagner bestellt." (Theodor Fontane)

"Wenn wir über die Straße gehn, und der dummste Mensch ruft uns zu: alter Schafskopf! so ärgern wir uns; unser gutes Gewissen, dass wir zu den klügsten Leuten der Christenheit zählen, ist nicht mächtig genug, uns diesen Ärger zu ersparen." (Theodor Fontane)

"Todesangst ist Todesangst, auch wenn man mal leben bleibt." (Theodor Fontane)

"Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regel für Beides zu entscheiden." (Theodor Fontane)

"Es gibt Altersgrade, wo man ein bisschen Gehirnerweichung wie einen Orden trägt." (Theodor Fontane)

"Die Geburtstage haben das Schlimme, dass man an ihnen geboren wurde, aber das Gute, dass man sich Briefe schreibt und von einander hört." (Theodor Fontane)

"Ich hasse, wenn einem eine gebratene Taube ins Maul fliegt, beim Schicksal auch noch auf Kompott zu bestehn." (Theodor Fontane)

"Wenige Menschen haben Grazie im Geben, nicht einmal ihren billigen Rat können sie einem mit Anstand applizieren." (Theodor Fontane)

"Moral ist gut, Erbschaft ist besser." (Theodor Fontane)

"Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, so lang ich ein Bett und ein Glas Tee habe." (Theodor Fontane)

"Man verlangt von den Ärzten, den Geistlichen, den Juristen zu viel; in 9 Fällen von 10 und bei den Geistlichen in 999 Fällen von 1000 weiß keiner was. Wo soll es auch herkommen!" (Theodor Fontane)

"Wir stehen zu sehr unter dem englischen Seifen-Einfluss und vergessen drüber, dass ungewaschene Menschen mindestens so poetisch sind wie gewaschene." (Theodor Fontane)

"Und sind auch verschieden der Menschheit Lose, / Gleichmacherisch wirkt die Badehose." (Theodor Fontane)

"Alles, was mit Grammatik und Examen zusammenhängt, ist nie das Höhere. Waren die Patriarchen examiniert, oder Moses oder Christus? Die Pharisäer waren examiniert. Und da sehen Sie, was dabei herauskommt." (Theodor Fontane)

"Überall sind Photographen. Nur wo sie hingehören, da fehlen sie. Genauso wie bei der Polizei." (Theodor Fontane)

"Jeder Blick ins Freie ist nach 24 Stunden gleich hübsch." (Theodor Fontane)

"Gute Sitte, Religion, Takt, alles umsonst; der Mensch bleibt, wie er ist." (Theodor Fontane)

"Der Mensch muss klug sein, aber nicht gebildet. Da sich nun aber Bildung, wie Katarrh bei Ostwind, kaum vermeiden lässt, so muss man beständig auf der Hut sein, dass aus der kleinen Affektion nicht die galoppierende Schwindsucht wird." (Theodor Fontane)

"Wie dumm ist es, sich zu überheben; hinterm Berge wohnen auch immer Leute." (Theodor Fontane)

"Choleraberichte, so wichtig sie sind, können einen nicht auffrischen." (Theodor Fontane)

"Man ist ja heutzutage immer nur so lange gekannt, wie man in der Zeitung steht, gleichviel ob als Minister oder Bonbon-Fabrikant." (Theodor Fontane)

"Es gibt kein unbedingtes und ungetrübtes Glück, das länger als 5 Minuten dauert. Das Tollste sind Flitterwochen in einem englischen Seebade. So langweilig, dass Zankszenen eine Erlösung werden." (Theodor Fontane)

"Eine staatliche Reform lässt sich erzwingen, eine Hausreform aber ermöglicht sich nur auf dem Wege friedlicher Kompromisse." (Theodor Fontane)

"Mit bloßem Charakter ist auch nicht viel zu machen, oder doch höchstens Feiertags; Alltags verlangt man ein bisschen Esprit." (Theodor Fontane)

"Man erwartet stets eine hohe, geheimnisvolle Welt, um schließlich gewahr zu werden, dass die Müllers und Schultzes überall ihre Zelte aufgeschlagen haben." (Theodor Fontane)

"Husten ist eine Qual, für den, der ihn hat, und für den, der ihn mit anhören muss." (Theodor Fontane)

"Wenn man gar nichts feststellen kann, hat man immer noch den Indizienbeweis." (Theodor Fontane)

"Es ist wunderbar, in wie nahen Beziehungen Menschenglück und Putenbraten zu einander stehn, und welche Püffe das Herz verträgt, wenn man jeden Schlag mit einer Flasche Markobrunner parieren kann." (Theodor Fontane)

"Bei sonst gleichen Gaben ist der Rüpel dem Rest der Menschheit immer um einen Schritt voraus." (Theodor Fontane)

"Jeder hat Wünsche und wenn diese Wünsche mit Pflichten in Konflikt kommen, so kuckt man sich die Pflichten noch mal an und findet, wenn es irgend geht, dass es damit so bindend und pressant nicht liegt, und dass die Wünsche auch wieder eine Pflicht-Erfüllung in sich schließen." (Theodor Fontane)

"Mit der Zeit kommt alles, Orden - Titel - Tod." (Theodor Fontane)

"Es ist das missliche Vorrecht des Halbgebildeten, über die Einzelnheiten das Ganze zu übersehen." (Theodor Fontane)

"Gute Zähne sind mindestens so viel wert wie das Assessorexamen." (Theodor Fontane)

"Was verträgt sich nicht alles in einem Kopf, selbst in einem guten!" (Theodor Fontane)

"Man kennt die Welt und glaubt im Einzelfall doch immer wieder an Tugend." (Theodor Fontane)

"Zärtliche Brautpaare haben an ihrem Hochzeitstage, trotzdem Schiller sagt: 'Und der Brautnacht hohe Freuden, die die Götter selbst beneiden' in der Regel einen kolossalen Schnupfen. In den schwereren Fällen Kolik." (Theodor Fontane)

"Es ist bekannt, dass, wenn man bei allen Heiligen schwört: 'Nie einen Kümmel mehr', man sich am andern Tage in Nordhäuser Korn betrinkt." (Theodor Fontane)

"Ich habe mal von einem gehört, der bei Josty, weil er so gewettet hatte, zwölf Tassen Kaffee hintereinander trank und dann tot umfiel. Aber was beweist das? Wenn ich zwölf Käsestullen esse, fall ich auch tot um; alles Verzwölffachte tötet einen Menschen." (Theodor Fontane)

"Es ist ein Unsinn zu glauben, man könne glücklich werden, wenn man vierhändig eine Sonate spielen kann. Die Ehe ist auf andern Sachen aufgebaut." (Theodor Fontane)

"Man muss sich darin finden, dass immer wer da ist, der einem vorgezogen wird." (Theodor Fontane)

"Das Langweiligste von der Welt ist bekanntlich die reine, weiße, durch nichts gefärbte Vorzüglichkeit." (Theodor Fontane)

"Hass irrt, aber Liebe auch." (Theodor Fontane)

23 lustige Sprüche und Zitate von Sigmund Freud

"Ein Einbruch ist geschehen. Ein Mann wird als Täter verurteilt, in dessen Besitz ein Dietrich gefunden wurde. Nach der Urteilsverkündigung befragt, ob er etwas zu bemerken habe, verlangt er auch wegen Ehebruchs bestraft zu werden, denn das Werkzeug dazu habe er auch bei sich." (Sigmund Freud)

"Meine wirkliche Meinung in dieser Frage könnte ich klar machen, indem ich einen Zynismus kopiere, der einst im Simplicissimus über die Frauen vorgebracht wurde. Dort beklagte sich einer der Partner über die Schwächen und Schwierigkeiten des schönen Geschlechts, worauf der andere bemerkte: Die Frau ist aber doch das Beste, was wir in der Art haben." (Sigmund Freud)

"Zahlreiche Frauen, die an der Aufgabe, ihre sexuellen Gefühle zu verbergen, schwer genug durchs Leben zu tragen haben, finden sich erleichtert, wenn sie beim Arzte merken, dass hier keine andere Rücksicht über die ihrer Heilung gesetzt ist, und danken es ihm, dass sie sich auch einmal in sexuellen Dingen rein menschlich gebärden dürfen." (Sigmund Freud)

"Die Welt scheint sich für nichts anderes als Onanie zu interessieren." (Sigmund Freud)

"Vergessen Sie aber nicht, dass wir das Weib nur insofern beschrieben haben, als sein Wesen durch seine Sexualfunktion bestimmt wird. Dieser Einfluss geht freilich sehr weit, aber wir behalten im Auge, dass die einzelne Frau auch sonst ein menschliches Wesen sein mag." (Sigmund Freud)

"Der Stolz auf die Gestaltung der Genitalien ist bei unseren Frauen ein ganz besonderes Stück ihrer Eitelkeit." (Sigmund Freud)

"Mädchen, die auf ihre schönen Haare stolz sind, wissen so geschickt mit Kamm und Haarnadeln umzugehen, dass sich ihnen mitten im Gespräch die Haare lösen." (Sigmund Freud)

"Für das Kind ist der Busen der Amme tatsächlich das Einkehrwirtshaus." (Sigmund Freud)

"Der Mann wird nicht selten durch die Enttäuschung beim Weibe zum Alkohol getrieben, das heißt aber in der Regel, er begibt sich ins Wirtshaus und in die Gesellschaft der Männer, die ihm die in seinem Heim beim Weibe vermisste Gefühlsbefriedigung gewähren." (Sigmund Freud)

"Mein Freund sagte damals zu mir in der Andrássystraße: Nichts Menschliches ist mir fremd, worauf ich - auf die psychoanalytischen Erfahrungen anspielend - sagte: Du solltest weitergehen und bekennen, dass dir nichts Tierisches fremd ist." (Sigmund Freud)

"Ich habe von einem Kinde gehört, welches sich für gefoppt hielt und zu schreien begann, weil es auf die Frage: Woher kommen die Eier? zur Antwort erhalten hatte: Von den Hühnern, auf die weitere Frage: Woher kommen die Hühner? aber die Auskunft bekam: Aus den Eiern." (Sigmund Freud)

"Es ist bekannt und hat den Menschen viel Stoff zur Klage gegeben, dass die Frauen häufig, nachdem sie ihre Genitalfunktionen aufgegeben haben, ihren Charakter in eigentümlicher Weise verändern. Sie werden zänkisch, quälerisch und rechthaberisch, kleinlich und geizig, zeigen also typische sadistische und analerotische Züge, die ihnen vorher in der Epoche der Weiblichkeit nicht eigen waren." (Sigmund Freud)

"Ich weiß von anderen Frauen, die auf der Hochzeitsreise ihren Ehering verloren haben, und weiß auch, dass der Verlauf der Ehe diesem Zufall Sinn verliehen hat." (Sigmund Freud)

"Philosophen sind meist ausgemergelt mager, das Abstrakte ist zu sehen." (Sigmund Freud)

"Wir schätzen es als die normale Reaktion ein, dass die Frau nach dem Koitus auf der Höhe der Befriedigung den Mann umarmend an sich presst, sehen darin einen Ausdruck ihrer Dankbarkeit und eine Zusage dauernder Hörigkeit." (Sigmund Freud)

"Schon der Kuss hat Anspruch auf den Namen eines perversen Aktes, denn er besteht in der Vereinigung zweier erogener Mundzonen an Stelle der beiderlei Genitalien." (Sigmund Freud)

"Der Satz: alle Menschen müssen sterben, paradiert zwar in den Lehrbüchern der Logik als Vorbild einer allgemeinen Behauptung, aber keinem Menschen leuchtet er ein." (Sigmund Freud)

"Der Ehemann ist sozusagen immer nur ein Ersatzmann, niemals der Richtige." (Sigmund Freud)

"Es ist meine Pflicht, Dich aufmerksam zu machen auf eine Berechnung des berühmten Statistikers Malthus, der nachwies, dass sich die Küsse in einer ungemein rasch aufsteigenden Proportion zu vermehren streben, so dass nach kurzer Zeit vom Beginn der Reihe an gerechnet das kleine Areal des Gesichtchens ihnen nicht genügt und sie zur Auswanderung gezwungen werden." (Sigmund Freud)

"Wir können angeben, welches Schicksal der infantile Wunsch (der Frau, MP) nach dem Penis erfährt, wenn die Bedingungen der Neurose im späteren Leben ausbleiben. Er verwandelt sich dann in den Wunsch nach dem Mann, er lässt sich also den Mann als Anhängsel an den Penis gefallen." (Sigmund Freud)

"Im Falle des Triebes kann die Flucht nichts nützen, denn das Ich kann sich nicht selbst entfliehen." (Sigmund Freud)

"Von einer Kastrationsangst im richtigen Sinne kann man bei bereits vollzogener Kastration doch nicht sprechen." (Sigmund Freud)

"Es ist wahr, die Ärzte genießen auf sexuellem Gebiet gewisse Vorrechte; sie dürfen ja auch die Genitalien inspizieren." (Sigmund Freud)

70 lustige Sprüche und Zitate von Heinrich Heine

"In der Welt kann man sich mit allem befassen, wenn man nur die dazu nötigen Handschuhe anzieht." (Heinrich Heine)

"Die Religion, wenn sie uns nicht mehr verbrennen kann, kommt sie bei uns betteln." (Heinrich Heine)

"Sie konnte nichts abschlagen, ausgenommen ihr Wasser." (Heinrich Heine)

"Auffenberg - Hab ihn nicht gelesen - Ich denke, er ist ungefähr wie Arlincourt, den ich auch nicht gelesen habe." (Heinrich Heine)

"Die schönste Harmonie herrscht zwischen mir und meiner Gattin, und ich sage immer: Ja." (Heinrich Heine)

"Ich habe immer unter Jüdinnen die gesundesten Naturen gefunden, und ich kann es Gottvater gar nicht verdenken, dass er der betlehemitischen Maria die Cour und ein Kind gemacht." (Heinrich Heine)

"Seitdem es nicht mehr Sitte ist, einen Degen an der Seite zu tragen, ist es durchaus nötig, dass man Witz im Kopfe habe." (Heinrich Heine)

"Ich will nicht sagen, die Weiber hätten gar keinen Charakter. Beileibe nicht! Sie haben vielmehr jeden Tag einen andern." (Heinrich Heine)

"Was man auch den Zeloten des Katholizismus nachsagen mag, eins ist gewiss: Sie sind keine Egoisten, sie bekümmern sich um ihre Nebenmenschen; leider oft ein bisschen zu viel." (Heinrich Heine)

"Ja, man muss seinen Feinden verzeihen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden." (Heinrich Heine)

"Wenn es den Kaiser juckt, so müssen die Völker sich kratzen." (Heinrich Heine)

"Advokaten, die Bratenwender der Gesetze, die so lange die Gesetze wenden und anwenden, bis ein Braten für sie dabei abfällt." (Heinrich Heine)

"Man muss immer die klugen Leute um Rat fragen und das Gegenteil von dem tun, was sie raten, dann kann man es weit in der Welt bringen." (Heinrich Heine)

"Es ist ja natürlich, dass kein Vogel über sich selbst hinauszufliegen vermag." (Heinrich Heine)

"Unsere Köchin, als sie Krebse in allmählich siedendem Wasser lebendig kochte, wunderte sich, dass wir dieses Verfahren eine unmenschliche Grausamkeit nannten, und versicherte uns, die armen Tierchen seien von jeher daran gewöhnt." (Heinrich Heine)

"Die Größe des Charakters und des Talents werden in unserer Zeit nicht verziehen, wenn man ob dieses Verbrechens sich nicht durch eine Unzahl kleiner Schlechtigkeiten die allerhöchste und allerniedrigste Verzeihung erkaufen will!" (Heinrich Heine)

"Die Hand, die man noch nicht abhauen will, die muss man küssen." (Heinrich Heine)

"Vor dem Übermut des Reichtums und der Gewalt schützt euch nichts - als der Tod und die Satire." (Heinrich Heine)

"So ein bisschen Bildung ziert den ganzen Menschen." (Heinrich Heine)

"Man darf dem Vogel nicht ganz die Kehle zuschnüren, sonst kann er nicht singen." (Heinrich Heine)

"Er ist der glücklichste Mensch. Er glaubt alles und jedem und sogar sich selber." (Heinrich Heine)

"Gott hat das Rindvieh erschaffen, weil Fleischsuppen den Menschen stärken, und die Esel erschaffen, damit sie den Menschen zu Vergleichungen dienen können, und den Menschen selbst erschaffen, damit er Fleischsuppen essen und kein Esel sein soll." (Heinrich Heine)

"Nichts ist uns ersprießlicher, als wenn wir lauter schlechte Kerls zu Feinden haben." (Heinrich Heine)

"Tausend Ausdrücke hat der Araber für ein Schwert, der Franzose für die Liebe, der Engländer für das Hängen, der Deutsche für das Trinken, und der Münchner sogar für die Orte, wo er trinkt." (Heinrich Heine)

"Wahrlich, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die nicht bloß unsere Philosophen, sondern sogar die gewöhnlichsten Dummköpfe nicht begreifen." (Heinrich Heine)

"Ob sie tugendhaft war, weiß ich nicht. - Aber sie war immer hässlich, und Hässlichkeit bei einem Weibe ist schon der halbe Weg zur Tugend." (Heinrich Heine)

"Strenge Gleichheit! Jeder Esel sei befugt zum höchsten Staatsamt." (Heinrich Heine)

"Ein Buch will seine Zeit, wie ein Kind. Alle schnell in wenigen Wochen geschriebenen Bücher erregen bei mir ein gewisses Vorurteil gegen den Verfasser. Eine honette Frau bringt ihr Kind nicht vor dem neunten Monat zur Welt." (Heinrich Heine)

"O der obskuren Wichte, die nicht eher erleuchtet werden, bis sie selbst an der Laterne hängen!" (Heinrich Heine)

"Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris." (Heinrich Heine)

"Wenn er spricht, trifft er immer den Nagel auf den Kopf und seine vernagelten Feinde auf die Köpfe." (Heinrich Heine)

"Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt." (Heinrich Heine)

"Es gibt keine Frau, die dreißig Jahre alt wäre. Aus den Zwanzigern geht's gleich in die Vierzig." (Heinrich Heine)

"Er hat eine große Idee von sich selbst, und das ist die einzige Idee, die er hat." (Heinrich Heine)

"Ich fürchtete fast, es sei nicht wahr, denn es ist gedruckt." (Heinrich Heine)

"Die Deutschen haben die merkwürdige Gewohnheit, dass sie bei allem, was sie tun, sich auch etwas denken." (Heinrich Heine)

"Wenn man auch seiner Krücken spottet, so kann man doch darum nicht besser gehen." (Heinrich Heine)

"Er weiß, seine Minister sind keine Genies; das Fleisch ist willig, aber der Geist ist schwach." (Heinrich Heine)

"Ich saß neben Salomon Rothschild, und er behandelte mich ganz wie seinesgleichen, ganz famillionär." (Heinrich Heine)

"Das Lachen hat einen epidemischen Charakter wie das Gähnen, und ich empfehle für die deutsche Bühne die Einführung eines Chatouilleurs, eines Vorlachers. Vorgähner besitzen sie gewiss genug." (Heinrich Heine)

"Je größer der Mann, desto leichter trifft ihn der Pfeil des Spottes. Zwerge sind schon schwerer zu treffen." (Heinrich Heine)

"Ich habe den Grundsatz, kein Geld, und sei es noch so wenig, abzuweisen. Wie schlecht kennen mich die Leute, die mich für einen Menschen ohne Grundsätze ausgeben!" (Heinrich Heine)

"Wenn man die Menschen betrachtet, mit denen eine Revolution gemacht werden soll, so schmilzt einem der Mut." (Heinrich Heine)

"Für Witze und Geldborger ist es heilsam, wenn sie uns unangemeldet überraschen." (Heinrich Heine)

"Er lobt sich so stark, dass die Räucherkerzchen im Preise steigen." (Heinrich Heine)

"Ich weiß nicht, ob andere Leute sich dafür bezahlen lassen, dass sie lügen; was mich betrifft, ich habe immer gratis die Wahrheit gesagt." (Heinrich Heine)

"Die Weiber haben leider nur eine einzige Art, wie sie uns glücklich machen können, während sie uns auf dreißigtausend Arten unglücklich zu machen wissen." (Heinrich Heine)

"Wir können die Menschen füglich in zwei Klassen einteilen: Erstens diejenigen, die uns lieben; zweitens diejenigen, die uns oft und deutlich sagen, dass sie uns lieben." (Heinrich Heine)

"Es gibt Menschen, welche den Vogel ganz genau zu kennen glauben, weil sie das Ei gesehen, woraus er hervorgegangen." (Heinrich Heine)

"Nach einer Schlacht bin ich immer die Milde selbst, wie Napoleon, der immer sehr gerührt war, wenn er nach dem Siege über ein Schlachtfeld ritt." (Heinrich Heine)

"Lendenpoesie." (Heinrich Heine)

"Zahnweh im Herzen: Das ist ein schlimmstes Übel, und da hilft sehr gut das Füllen mit Blei und das Zahnpulver, das Berthold Schwarz erfunden hat." (Heinrich Heine)

"Der Engländer, der mit seiner Miss an den Badestrand immer geht, damit der Anblick der nackten Männer sie gegen Sinnlichkeit abstumpfe -" (Heinrich Heine)

"Ich glaube, wenn mal die Taler vom Himmel herunter regneten, so bekäme ich davon nur Löcher im Kopf." (Heinrich Heine)

"Betteln ist eine sehr unangenehme Sache, betteln aber und nichts bekommen ist noch unangenehmer." (Heinrich Heine)

"Die Zeitschriften sind freilich nur die Pissecken der Literatur, aber alle Annoncen sind dort angeschlagen." (Heinrich Heine)

"Es ist schwer, in Stuttgart nicht moralisch zu sein. In Paris ist es schon leichter, das weiß Gott!"

"Ein Tor ist immer willig, wenn eine Törin will." (Heinrich Heine)

"Was mich betrifft, so habe ich in der Naturwissenschaft mein eigenes System, und demnach teile ich alles ein in dasjenige, was man essen kann, und in dasjenige, was man nicht essen kann." (Heinrich Heine)

"Wir sind alle Menschen und treiben am liebsten, was für uns nicht passt, was wir nicht verstehen und wobei wir uns lächerlich machen." (Heinrich Heine)

"Je mehr wir die Menschen kosten, desto mehr lieben sie uns." (Heinrich Heine)

"Kritiker - Man könnte von Eunuchen sprechen, die einen Mann verhöhnen, weil er ein buckliges Kind gezeugt hat." (Heinrich Heine)

"Wenn Voltaire dreihundert Jahre seines ewigen Nachruhms für eine gute Verdauung des Essens hingeben möchte, so biete ich das Doppelte für das Essen selbst." (Heinrich Heine)

"In der Liebe gibt es ebenfalls wie in der römischen Religion ein provisorisches Fegefeuer, in welchem man sich erst an das Gebratenwerden gewöhnen soll, ehe man in die wirkliche ewige Hölle gerät." (Heinrich Heine)

"Ach, der psychische Schmerz ist leichter zu ertragen als der physische, und gewährt man mir z. B. die Wahl zwischen einem bösen Gewissen und einem bösen Zahn, so wähle ich ersteres." (Heinrich Heine)

"Ein melancholischer Freund ist eine Plage Gottes." (Heinrich Heine)

"Ich bin in diesem Augenblick ein Mystiker, meiner Gesundheit wegen, indem ich, nach der Vorschrift meines Arztes, alle Anreizungen zum Denken vermeiden soll." (Heinrich Heine)

"Er kann alles machen, er hat alles, was zu einem großen Dichter gehört, außer etwa Phantasie und Witz, und wenn er viel Geld hätte, wäre er ein reicher Mann." (Heinrich Heine)

"Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch." (Heinrich Heine)

"Es ist mir immer angenehm, wenn zwei meiner Freunde sich lieben, wie es mich auch stets freut, wenn zwei meiner Feinde aufeinander losschlagen." (Heinrich Heine)

"Meine Frau sorgt für mich und pflegt mich wie ein Engel, aber deswegen hört sie dennoch nicht auf, einem Geschlechte anzugehören, das der liebe Gott nicht mit Vernunft erschaffen hat." (Heinrich Heine)

12 lustige Sprüche und Zitate von Immanuel Kant

"Es scheint, als wenn unsere Erde ein großes Narrenhospital ist, wo aus dem ungeheuren Universo alle Narren hingeschickt werden, die Quarantaine zu halten." (Immanuel Kant)

"Pyrrhus, ein König in Makedonien, ein Nachfolger des großen Alexanders, hatte den Kopf voll Taten - er wollte nach Italien gehen und sagte zu seinem Hauptmann Cineas: er wollen die Römer schlagen. Dieser frug ihn: was er denn tun wollte, wenn er die Römer würde geschlagen haben? Er wollte nach Sizilien, und wenn dieses geschehen, nach Kleinasien marschieren, die kleinen Völker zu demütigen, und denn nach Syrien pp. Als er endlich aufhörte, frug ihn Cineas: was er denn nach allen Eroberungen tun würde. Denn wollen wir in Ruhe ein Glas Wein trinken. Ei, antwortete Cineas, denn wollen wir jetzt lieber anfangen zu trinken, wer weiß, wie viel Ungemächlichkeiten noch auf uns warten. Hier ist's klar, dass die Menschen, die in Leidenschaften sind, niemals aufs Ganze und den Zusammenhang sehen." (Immanuel Kant)

"Die Bewegungen der Materie halten doch eine gewisse bestimmte Regel, aber des Menschen Eigensinn ist regellos." (Immanuel Kant)

"Betrachten wir den Menschen nur auf dieser Welt, so ist er ein Objekt zum Lachen. Nehmen wir ihn vor einen strengen Richter, so ist sein Schicksal beweinenswert. An die Stelle nun diese beiderlei Gesinnungen zu verbinden, so wechselt er damit. Lacht sein Leben durch und weint oder seufzt an Sonntagen und beim Sterben." (Immanuel Kant)

"Redet er schon immer von Tugend, so ist er verdorben, redet er beständig von Religion, so ist er's im äußersten Grade." (Immanuel Kant)

"Wunderbar ist's, wenn eine Frau die Herrschaft gehabt, der Mann ihr gefolgt ist, und es gehet durch ihre Schuld unglücklich; so weint sie und sagt, der Mann hätte klüger sein sollen. Sie gestehen dadurch den Mangel des dirigierenden Verstandes. Der Mann mag wohl so dumm sein, wenn er nur nicht gestört ist, so ist's doch besser, dass er das Regiment führt. Es können aber doch Fälle sein, wo die Frau mehr Verstand hat als der Mann, aber solche Frauenzimmer, die einen männlichen Verstand haben (Viragines), sind auch nicht umgänglich." (Immanuel Kant)

"Und der griechische Philosoph klagte nicht ganz ohne Grund: Es ist schade, dass man alsdann sterben muss, wenn man eben angefangen hat einzusehen, wie man eigentlich hätte leben sollen." (Immanuel Kant)

"Manches Frauenzimmer kann sich mit ihrer Keuschheit und übrigen Tugenden bis an ihr Grab sehr viel einbilden, weil sie nie das Glück gehabt, darum angesprochen zu werden." (Immanuel Kant)

"Man bedient sich gewöhnlich, um die Kinder gehen zu lehren, des Leitbandes und Gängelwagens. Es ist doch auffallend, dass man die Kinder das Gehen lehren will, als wenn irgendein Mensch aus Mangel des Unterrichtes nicht hätte gehen können." (Immanuel Kant)

"Das Bett ist das Nest einer Menge von Krankheiten." (Immanuel Kant)

"Die Departements der Künste und Wissenschaften werden jetzt nur durch den Zufall besetzt, und da die Wahl nicht aus Neigung geschieht, sondern oft aus Zwang und noch öfterer aus Wahn, so kommt's auch, dass kein Mensch in seine rechte Stelle gerät. Es würde gewiss ein lustiger Plan werden, wenn man jeden Menschen in seine rechte Stelle setzen wollte. Manch schlechter Jurist würde alsdenn ein guter Holzhacker werden." (Immanuel Kant)

"Verstand kommt nicht vor Jahren. Ja, er verspätet sich wohl gar und kommt zuweilen kaum mit dem 40. Jahr." (Immanuel Kant)

72 lustige Sprüche und Zitate von Karl Kraus

"Einen Aphorismus zu schreiben, wenn man es kann, ist oft schwer. Viel leichter ist es, einen Aphorismus zu schreiben, wenn man es nicht kann." (Karl Kraus)

"Zur Vollkommenheit fehlte ihr nur ein Mangel." (Karl Kraus)

"Seine Überzeugung ging ihm über alles, sogar über das Leben. Doch er war opfermutig, und als es dazu kam, gab er gern seine Überzeugung für sein Leben hin." (Karl Kraus)

"Wenn Tiere gähnen, haben sie ein menschliches Gesicht." (Karl Kraus)

"'Das Leben geht weiter'. Als es erlaubt ist." (Karl Kraus)

"Hass muss produktiv machen. Sonst ist es gleich gescheiter, zu lieben." (Karl Kraus)

"Man kann eine Frau nicht hoch genug überschätzen." (Karl Kraus)

"Eine Notlüge ist immer verzeihlich. Wer aber ohne Zwang die Wahrheit sagt, verdient keine Nachsicht." (Karl Kraus)

"Der Judaskuss, den die christliche Kultur dem menschlichen Geiste gab, war der letzte Geschlechtsakt, den sie gewährte." (Karl Kraus)

"Die Außenwelt ist eine lästige Begleiterscheinung eines unbehaglichen Zustands." (Karl Kraus)

"Ich weiß ganz genau, welche ungebetenen Gedanken ich nicht über die Schwelle meines Bewusstseins lasse." (Karl Kraus)

"Nichts hat sich geändert, höchstens, dass man es nicht sagen darf." (Karl Kraus)

"Die christliche Moral hat es am liebsten, dass die Trauer der Wollust vorangeht und diese ihr dann nicht folgt." (Karl Kraus)

"Fürs Leben gern wüsst' ich: was fangen die vielen Leute nur mit dem erweiterten Horizont an?" (Karl Kraus)

"Keinen Gedanken haben und ihn ausdrücken können - das macht den Journalisten." (Karl Kraus)

"Der Teufel ist ein Optimist, wenn er glaubt, dass er die Menschen schlechter machen kann." (Karl Kraus)

"Wer andern keine Grube gräbt, fällt selbst hinein." (Karl Kraus)

"Ich bin schon so populär, dass einer, der mich beschimpft, populärer wird als ich." (Karl Kraus)

"Journalisten schreiben, weil sie nichts zu sagen haben, und haben etwas zu sagen, weil sie schreiben." (Karl Kraus)

"Ein Schein von Tiefe entsteht oft dadurch, dass ein Flachkopf zugleich ein Wirrkopf ist." (Karl Kraus)

"Der Mensch denkt, aber der Nebenmensch lenkt. Er denkt nicht einmal so viel, dass er sich denken könnte, dass ein anderer denken könnte." (Karl Kraus)

"Wir pfeifen aus dem letzten Loch, doch pfeifen wir noch sehr gemütlich." (Karl Kraus)

"in der Nacht sind alle Kühe schwarz, auch die blonden." (Karl Kraus)

"Es ist die äußerste Undankbarkeit, wenn die Wurst das Schwein Schwein nennt." (Karl Kraus)

"Satiren, die der Zensor versteht, werden mit Recht verboten." (Karl Kraus)

"Nichts ist engherziger als Chauvinismus oder Rassenhass. Mir sind alle Menschen gleich, überall gibt's Schafsköpfe und für alle habe ich die gleiche Verachtung. Nur keine kleinlichen Vorurteile!" (Karl Kraus)

"Mit Frauen führe ich gern einen Monolog. Aber die Zwiesprache mit mir selbst ist anregender." (Karl Kraus)

"Es gibt Schriftsteller, die schon in zwanzig Seiten ausdrücken können, wozu ich manchmal sogar zwei Zeilen brauche." (Karl Kraus)

"Jetzt sprechen hat entweder zur Voraussetzung, dass man keinen Kopf hat, oder zur Folge." (Karl Kraus)

"Die Einsamkeit wäre ein idealer Zustand, wenn man sich die Menschen aussuchen könnte, die man meidet." (Karl Kraus)

"Aber ein so besonderes Vergnügen ist die Enthaltung vom Weibe auch nicht, das muss ich schon sagen!" (Karl Kraus)

"Er hatte so eine Art, sich in den Hintergrund zu drängen, dass es allgemein Ärgernis erregte." (Karl Kraus)

"Nicht alles, was totgeschwiegen wird, lebt." (Karl Kraus)

"Man glaubt gar nicht, wie schwer es oft ist, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen." (Karl Kraus)

"Sie sagte sich: Mit ihm schlafen, ja - aber nur keine Intimität!" (Karl Kraus)

"Manche teilen meine Ansichten mit mir. Aber ich nicht mit ihnen." (Karl Kraus)

"Ich kann mit Stolz sagen, dass ich Tage und Nächte daran gewendet habe, nichts zu lesen, und dass ich mit eiserner Energie jede freie Minute dazu benütze, mir nach und nach eine enzyklopädische Unbildung anzueignen." (Karl Kraus)

"Wenn der Dachstuhl brennt, nützt weder Beten noch den Fußboden Scheuern. Immerhin ist Beten praktischer." (Karl Kraus)

"Ich verlange von einer Stadt, in der ich leben soll: Asphalt, Straßenspülung, Haustorschlüssel, Luftheizung, Warmwasserleitung. Gemütlich bin ich selbst." (Karl Kraus)

"Eine der verbreitetsten Krankheiten ist die Diagnose." (Karl Kraus)

"Nichts ist unergründlicher als die Oberflächlichkeit des Weibes." (Karl Kraus)

"Gedanken sind zollfrei. Aber man hat doch Scherereien." (Karl Kraus)

"In einen hohlen Kopf geht viel Wissen." (Karl Kraus)

"Ein guter Psycholog ist imstande, dich ohneweiters in seine Lage zu versetzen." (Karl Kraus)

"Ich und meine Öffentlichkeit verstehen uns sehr gut: sie hört nicht, was ich sage, und ich sage nicht, was sie hören möchte." (Karl Kraus)

"Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen?" (Karl Kraus)

"Sie hatte so viel Schamgefühl, dass sie errötete, wenn man sie bei keiner Sünde ertappte." (Karl Kraus)

"Manche haben den Größenwahn, verrückt zu sein, und sind nur untergeschnappt." (Karl Kraus)

"Wenn dir etwas gestohlen wurde, geh nicht zur Polizei, die das nicht interessiert, und nicht zum Psychologen, den daran nur das eine interessiert, dass eigentlich du etwas gestohlen hast." (Karl Kraus)

"Man könnte größenwahnsinnig werden: so wenig wird man anerkannt!" (Karl Kraus)

"Philosophie ist oft nicht mehr als der Mut, in einen Irrgarten einzutreten. Wer aber dann auch die Eingangspforte vergisst, kann leicht in den Ruf eines selbständigen Denkers kommen." (Karl Kraus)

"Den Inhalt einer Frau erfasst man bald. Aber bis man zur Oberfläche vordringt!" (Karl Kraus)

"Die Funktion der Milz muss ähnlich sein wie die der Notare im Staate: notwendig, aber überflüssig." (Karl Kraus)

"Ein guter Autor wird immer fürchten, dass das Publikum merke, welche Gedanken ihm zu spät eingefallen sind. Aber das Publikum ist darin viel nachsichtiger, als man glaubt, und merkt auch die Gedanken nicht, die da sind." (Karl Kraus)

"Wie rächen sich die Zwerge / an den Riesen? / Sie machen sich über die Berge / oder Psychoanalysen." (Karl Kraus)

"Ich mische mich nicht gern in meine Privatangelegenheiten." (Karl Kraus)

"Erröten, Herzklopfen, ein schlechtes Gewissen - das kommt davon, wenn man nicht gesündigt hat." (Karl Kraus)

"Ordnung macht das Leben abenteuerlich. Ein beruhigendes Gefühl der Unsicherheit überkommt dich." (Karl Kraus)

"Friseurgespräche sind der unwiderlegliche Beweis dafür, dass die Köpfe der Haare wegen da sind." (Karl Kraus)

"Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält." (Karl Kraus)

"Viele haben den Wunsch, mich zu erschlagen. Viele den Wunsch, mit mir ein Plauderstündchen zu verbringen. Gegen jene schützt mich das Gesetz." (Karl Kraus)

"Sie verkürzen sich die Zeit mit Kopfrechnen: er zieht die Wurzel aus ihrer Sinnlichkeit und sie erhebt ihn zur Potenz." (Karl Kraus)

"Nach Ägypten wär's nicht so weit. Aber bis man zum Südbahnhof kommt." (Karl Kraus)

"Vor jedem Kunstgenuss stehe die Warnung: Das Publikum wird ersucht, die ausgestellten Gegenstände nur anzusehen, nicht zu begreifen." (Karl Kraus)

"Wenn ich manche Leute zurückgrüße, so geschieht es nur, um ihnen ihren Gruß zurückzugeben." (Karl Kraus)

"Es kommt gewiss nicht bloß auf das Äußere einer Frau an. Auch die Dessous sind wichtig." (Karl Kraus)

"Man lebt nicht einmal einmal." (Karl Kraus)

"Sire, geben Sie wenigstens bis auf Widerruf freiwillig eröffnete Gedankengänge!" (Karl Kraus)

"Er lässt sich seinen Ärger beim Essen durch keinen Appetit verderben." (Karl Kraus)

"Es gibt Frauen, die nicht schön sind, sondern nur so aussehen." (Karl Kraus)

"Besser, es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei." (Karl Kraus)

"'Würde' ist die konditionale Form von dem, was einer ist." (Karl Kraus)

14 lustige Sprüche und Zitate von Gotthold Ephraim Lessing

"Die Gabe, sich widersprechen zu lassen, ist wohl überhaupt eine Gabe, die unter den Gelehrten nur die Toten haben." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Ich bin versichert, wir würden beide sehr gesunde Leute sein, wenn wir ebenso viel Schritte machten als Buchstaben." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Der Aberglauben schlimmster ist, den seinen / Für den erträglichern zu halten." (Gotthold Ephraim Lessing)

"So sehr ich nach Hause geeilt, so ungern bin ich angekommen. Denn das Erste, was ich fand, war Ich selbst." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Daja: ... Die Menschen sind nicht immer, wie sie scheinen. - Tempelherr: Doch selten etwas Bessers." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Was sagen Sie zu Klopstocks geistlichen Liedern? Wenn Sie schlecht davon urteilen, so werde ich an Ihrem Christentume zweifeln; und urteilen Sie gut davon, an Ihrem Geschmacke. Was wollen Sie lieber?" (Gotthold Ephraim Lessing)

"Nichts zieht den Undank so unausbleiblich nach sich als Gefälligkeiten, für die kein Dank zu groß wäre." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Sehen Sie, wenn ich jetzt auch noch so viel vergesse, ich behalte doch wenigstens die Bücher, wo ich es wieder finden kann. Und kann ich mir nun die Bücher vollends selber kaufen - das kann ich jetzt - so gewinne ich ja offenbar im Verlieren. Denn in den Büchern steht sicherlich mehr als ich vergesse. Geben Sie nur acht, je mehr ich vergesse, desto gelehrter werde ich werden!" (Gotthold Ephraim Lessing)

"Ich weiß es, es ist die Pflicht eines Freundes, dem andern zu verzeihen. Doch ist es auch des andern Pflicht, ihm so wenig Gelegenheit dazu zu geben, als ihm nur möglich ist." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Auch das, meine liebe Freundin, lobe ich recht sehr, dass Sie in Wien fleißiger in die Kirche gehen als in das Theater. Denn ich glaube in allem Ernste, dass es freilich für jeden guten Menschen, der nicht ganz undenkend ist, in den Wiener Kirchen mehr zu lachen geben muss als in dem Wiener Theater." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Aber man kann studieren, und sich tief in den Irrtum hineinstudieren." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Viel Weiber sind gut, weil sie nicht wissen, wie man es machen muss, um böse zu sein." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Der Erkenntnis nach sind wir Engel, und dem Leben nach Teufel." (Gotthold Ephraim Lessing)

"Unter allen Elenden, glaube ich, ist der der Elendeste, der mit seinem Kopfe arbeiten soll, auch wenn er sich keines Kopfes bewusst ist." (Gotthold Ephraim Lessing)

35 lustige Sprüche und Zitate von Martin Luther

"Ja, wie leid ist's mir jetzt, dass ich nicht mehr Poeten und Historien gelesen habe und mich auch dieselben niemand gelehrt hat. Habe dafür müssen lesen des Teufels Dreck, die Philosophen und Sophisten. Mit großen Kosten, Arbeit und Schaden, so dass ich genug daran auszufegen habe." (Martin Luther)

"Satan hat einen Haufen Zungen und söffe wohl die halbe Elbe aus." (Martin Luther)

"Gott hat uns gegeben zu spielen mit Äpfeln und Birnen und Nüssen und mit unsern Weibern; aber mit sich und seiner Majestät lässt er nicht scherzen." (Martin Luther)

"Neulich war ich am Hof und habe eine scharfe Predigt gegen das Saufen gehalten. Aber es hilft nicht." (Martin Luther)

"Der Teufel hat mich geplagt, und ich habe Phantasien gehabt, dass ich vom Donner erschlagen werden soll. Da antwortete ich ihm: Leck mich am Arsch! Jetzt will ich schlafen und nicht disputieren." (Martin Luther)

"Es ist kein Rock, der einer Frau oder Jungfrau so übel ansteht, als wenn sie klug sein will." (Martin Luther)

"Wenn man heiraten will, soll man nicht nach dem Vater, sondern nach der Jungfrauen Mutter Geruch fragen. Warum? Weil das Bier im Allgemeinen nach dem Fass riecht." (Martin Luther)

"Der Papst hat mich in den Bann getan, und seither habe ich ordentlich zugenommen an Leib und Seele; wiederum habe ich ihn in den Bann getan, aber meiner ist stärker als seiner, denn er nimmt ab und wird schlaff und wird noch vollends zu Grunde gehen." (Martin Luther)

"Kannst du Tag und Nacht sitzen im Bierkrug oder sonst mit guten Gesellen schwätzen und plaudern, singen und schreien und wirst nicht müde noch fühlst die Arbeit, so kannst du ja auch eine Stunde in der Kirche sitzen und zuhören, Gott zum Dienst und Gefallen." (Martin Luther)

"Wenn ich unendliche Welten hätte, so gäbe ich sie alle dahin, um vollkommen zu verstehen, was ich lehre." (Martin Luther)

"Ich will lieber durch den Teufel als durch den Kaiser sterben; so sterbe ich durch einen großen Herrn." (Martin Luther)

"Das erste Jahr der Ehe macht einem seltsame Gedanken. Denn wenn er am Tische sitzt, denkt er: Vorher war ich allein, nun bin ich zu zweit. Wenn er im Bett erwacht, sieht er ein Paar Zöpfe neben sich liegen, welche er früher nicht sah." (Martin Luther)

"Unkraut wächst schnell, daher wachsen die Mädchen rascher als die Knaben." (Martin Luther)

"Ein armer Mensch ist, wer von der Hilfe der Ärzte abhängig ist. Ich leugne ja nicht, dass die Medizin eine Gabe Gottes und eine Wissenschaft ist, aber wo gibt es vollkommene Ärzte?" (Martin Luther)

"Kleine Kinder, kleine Sorgen; große Kinder, große Sorgen." (Martin Luther)

"Ich habe viele Paare Ehevolks gesehen, die in so großer Brunst zusammengekommen sind, dass sie einander vor Liebe haben fressen wollen, aber nach einem halben Jahr, da liefen sie wieder voneinander." (Martin Luther)

"Die schlechten Fiedler und Geiger dienen dazu, dass wir sehen und hören, welch eine feine, gute Kunst die Musik sei; denn Weißes kann man besser erkennen, wenn man Schwarzes dagegenhält." (Martin Luther)

"In manchen Nächten, wenn ich erwache, ist der Teufel da und will an mich mit dem Disputieren. Da habe ich das erfahren: Wenn das Argument nicht hilft, dass ein Christ ohne Gesetz und über dem Gesetz ist, so weise man ihn flugs mit einem Furz ab." (Martin Luther)

"Ich muss Geduld haben mit dem Teufel, ich muss Geduld haben mit den Schwärmern, ich muss Geduld haben mit dem Adel, ich muss Geduld haben mit den Hausgenossen, ich muss Geduld haben mit der Käthe von Bora, und der Geduld ist noch so viel, dass all mein Leben nichts anderes sein will als Geduld." (Martin Luther)

"Die Bayern sind doof und geistlos, was freilich bewirkt, dass sie ganz rechtschaffen sind." (Martin Luther)

"Ein Weib ist bald genommen, aber es stets lieb zu haben, das ist dann schwer." (Martin Luther)

"Kinder wachsen, wenn sie schreien, weil durch das Schreien die inneren Organe und die Nieren ausgedehnt werden. Denn sie haben keine andere Übung für die Bewegungen." (Martin Luther)

"Hessen ist deswegen die beste Gegend, weil es in Folge von Not und Hunger nicht eingenommen werden kann. Denn alle Feinde würden darin Hungers sterben." (Martin Luther)

"Den Toten Wein, den Lebenden Wasser - das ist eine Vorschrift für Fische." (Martin Luther)

"Gott hat mich, obwohl ich ganz andere Gedanken hatte, unversehens mit Katharina von Bora, jener Klosterjungfrau, wunderbar in den Ehestand getrieben." (Martin Luther)

"Junge Gesellen werden von Mädchen in Versuchung gebracht, dreißigjährige Männer von Geld, die vierzigjährigen von Ehre und Ruhm, die sechzigjährigen gedenken: Wäre ich nun fromm!" (Martin Luther)

"Ja, wir haben Gott gelobt und geschworen, dass wir keusch sein und ohne Weiber leben wollen. Darauf antwort ich: Das ist ein rechter Hanswurst. Warum gelobst du, was du nicht weißt noch vermagst zu halten? Eins hab ich zu geloben, das ich auch halten kann, nämlich, dass ich mir selber nicht wollte die Nase abbeißen." (Martin Luther)

"Die Welt ist wie ein betrunkener Bauer; hebt man ihn auf der einen Seite in den Sattel, fällt er zur anderen wieder herab. Man kann ihr nicht helfen, man stelle sich, wie man wolle. Also will die Welt auch des Teufels sein." (Martin Luther)

"Wenn ich wieder heim gen Wittenberg komme, so will ich mich alsdann in den Sarg legen und den Maden einen feisten Doktor zu essen geben." (Martin Luther)

"Ich würde meine Käthe nicht gegen Frankreich oder Venedig eintauschen. Zum ersten deshalb, weil Gott sie mir geschenkt hat und mich ihr geben hat. Zweitens erfahre ich oft, dass andere Frauen größere Mängel haben, als meine Käthe sie hat. Obwohl sie auch schon etliche hat, hat sie dagegen doch auch zahlreiche große Qualitäten. Sie folgt nämlich der ehelichen Treue." (Martin Luther)

"Die den Zölibat befürworten, sollten auch das Scheißen verboten haben." (Martin Luther)

"Wer das Bierbrauen erfunden hat, der ist ein Unheil für Deutschland gewesen." (Martin Luther)

"Wenn ich noch einmal freien müsste, würde ich mir ein gehorsames Weib aus einem Stein hauen, sonst bin ich verzweifelt an aller Frauen Gehorsam." (Martin Luther)

"Da siehe, was der Teufel durch seine Narren in der Ehe schafft, legt Mann und Weib zusammen und spricht: Sei kein Mann und kein Weib, wie Feuer und Stroh beieinander zu legen und zu gebieten, es soll nicht brennen." (Martin Luther)

"Man soll Frauen loben, es sei wahr oder gelogen, sie bedürfen's wohl." (Martin Luther)

16 lustige Sprüche und Zitate von Karl Marx

"Die Moral ist die 'Machtlosigkeit in Aktion'. Sooft sie ein Laster bekämpft, unterliegt sie." (Karl Marx)

"Jeder muss seine religiöse wie leibliche Notdurft verrichten können, ohne dass die Polizei ihre Nase hineinsteckt." (Karl Marx)

"Von meiner Alten erhielt ich gestern Antwort. Nichts als 'zärtliche' Redensarten, but no cash." (Karl Marx)

"Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen." (Karl Marx)

"Der Adel selbst war wesentlich verbürgerlicht. Statt in Treue, Liebe und Glauben machte er nun vor allem in Runkelrüben, Schnaps und Wolle. Sein Hauptturnier war der Wollmarkt geworden." (Karl Marx)

"Gleiche Ausbeutung der Arbeitskraft ist das erste Menschenrecht des Kapitals." (Karl Marx)

"Die Weiber sind komische Kreaturen, selbst die mit viel Verstand ausgerüsteten." (Karl Marx)

"Ist die Ausbeutung des Arbeiters durch den Fabrikanten so weit beendigt, dass er seinen Arbeitslohn bar ausgezahlt erhält, so fallen die anderen Teile der Bourgeoisie über ihn her, der Hausbesitzer, der Krämer, der Pfandleiher usw." (Karl Marx)

"Der gesellschaftliche Fortschritt lässt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (die Hässlichen eingeschlossen)." (Karl Marx)

"Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschliche Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens." (Karl Marx)

"Anderen etwas vormachen und sich dabei selbst etwas vormachen - das ist die parlamentarische Weisheit in der Nussschale." (Karl Marx)

"Die englische Hochkirche z. B. verzeiht eher den Angriff auf 38 von ihren 39 Glaubensartikeln als auf 1/39 ihres Geldeinkommens." (Karl Marx)

"Das umgekehrte Verhältnis der Fruchtbarkeit der Erde zu der menschlichen Fruchtbarkeit musste einen lendenstarken Familienvater wie mich tief affizieren, umso mehr, da meine Ehe produktiver ist als mein Gewerbe." (Karl Marx)

"Ich dehne diesen Band (des 'Kapitals', MP) mehr aus, da die deutschen Hunde den Wert der Bücher nach dem Kubikinhalt schätzen." (Karl Marx)

"Die Bürokratie ist ein Kreis, aus dem niemand herausspringen kann. Ihre Hierarchie ist eine Hierarchie des Wissens. Die Spitze vertraut den unteren Kreisen die Einsicht ins Einzelne zu, wogegen die unteren Kreise der Spitze die Einsicht in das Allgemeine zutrauen, und so täuschen sie sich wechselseitig." (Karl Marx)

"Gleichzeitig ist meine Frau niedergekommen am 28. März. Die Entbindung war leicht, dagegen liegt sie jetzt sehr krank da, mehr aus bürgerlichen als physischen Gründen." (Karl Marx)

64 lustige Sprüche und Zitate von Johann Nestroy

"Nur eine lebhafte Einbildungskraft muss man haben, die muss aber schon verflucht lebhaft sein, nachher ist es recht angenehm auf der Welt." (Johann Nestroy)

"Ein seichter Mensch find't bald was tief." (Johann Nestroy)

"Herrn gibt's nur, solang's Bediente gibt; ohne Bediente sinkt jeder Herr zum Stiefelputzer seiner selbst herab." (Johann Nestroy)

"Verdoppeln lässt sich das Glück nur, wenn man es teilt." (Johann Nestroy)

"Viel lernen und nachher viel wissen, das ist keine Kunst; ich habe nichts gelernt und weiß doch eine Menge, da kann man von Kunst reden." (Johann Nestroy)

"Wenn's drauf ankommt, eine Geliebte zu betrügen, da ist der Dümmste ein Philosoph." (Johann Nestroy)

"Wenn Müßiggang aller Laster Anfang ist, so seh' ich nicht ein, warum gerade die arbeitende Klasse schlecht sein soll." (Johann Nestroy)

"Ob die Idee, so eine Idee zu fassen, eine glückliche Idee war, davon hab' ich jetzt auch noch gar keine Idee von einer Idee." (Johann Nestroy)

"Jeder Mensch ist von der Eisenbahn, denn jeder wird von dem eisernen Schicksal auf seine Bahn geschleudert." (Johann Nestroy)

"Dafür ist ja eben 's Heiraten erfunden, dass 's nix mehr nutzt, wenn 's einem reut; wenn die Reue nicht wär', wär' ja die Liebe genug." (Johann Nestroy)

"Ah, um einen Zwanz'ger merk' ich mir schon was, aber in der Schul soll man umsonst Alles wissen." (Johann Nestroy)

"Wo steht denn das geschrieben, dass der Mitarbeiter der Alleinarbeiter sein soll?" (Johann Nestroy)

"Die meisten verdienen den Namen Liebhaber deswegen, weil s' außer der Lieb' gar nix haben." (Johann Nestroy)

"Ja, es ist eine schöne Zeit, wo man sich noch Mühe gibt, die Zeit zu töten, aber es kommt leider nur zu schnell die Zeit, wo man merkt, dass die Zeit einen selbst tötet." (Johann Nestroy)

"Ich lass' nix kommen über die Welt, wenn auch dann und wann was über mich kommt." (Johann Nestroy)

"Wenn ein Kellner oder eine Kellnerin 'Gleich!' sagt, so ist das ein Aufruf an die menschliche Geduld, dem jeder Gast Folge leisten muss." (Johann Nestroy)

"Nein, hier vor der Linie heraußt ist es schöner; da sagen 's doch noch, wenn einer stirbt: 'Gott hat'n zu sich genommen' - aber in der Stadt heißt's nur: 'Der Doktor hat'n unter die Erde gebracht!'" (Johann Nestroy)

"Unüberwindliche Abneigung, seinerseitige Grantigkeit, Z'widrigkeit, Sekkatur - an Scheidungsgründen fehlt's nie, wenn nur der gute Wille da ist." (Johann Nestroy)

"Ein roher Mann, wird er auch noch so sehr am Feuer der Liebe gebraten, es wird nie etwas Genießbares draus." (Johann Nestroy)

"Es gibt wohl viele, die ganz stolz den Selbstmord eine Feigheit nennen, sie sollen's erst probieren, nachher sollen s' reden!" (Johann Nestroy)

"Die Kranken geben bei weitem nicht so viel Geld aus, um g'sund, als die G'sunden, um krank zu werden." (Johann Nestroy)

"Es ist wirklich Luxus vom Schicksal, dass es Pfeile schleudert; an seinen Fügungen sieht man ohnedem, dass es das Pulver nicht erfunden hat." (Johann Nestroy)

"Das Licht hat die größte Geschwindigkeit in der ganzen Natur, drum hat auch das üble Licht, was auf ein Wesen fallt, so eine schnelle Verbreitung." (Johann Nestroy)

"Man macht dadurch überhaupt dem Ehestand ein sehr schlechtes Kompliment, dass man nur immer die verstorbenen Männer, die ihn schon überstanden haben, 'die Seligen' heißt." (Johann Nestroy)

"Im Haus schmeckt einem der beste Trunk nicht. Im Wirtshaus muss man sein, dass ist der Genuss, da ist das schlechteste G'säuf ein haut goût." (Johann Nestroy)

"So a Schwiegermutter is a Genuss; das sind die Mutterfreuden des Mannes." (Johann Nestroy)

"Meine Reisen, das war's letzte hinausgeworfene Geld: Ich hab' sollen die Welt kennenlernen, und ich hab' gefunden, die Welt ist grad so, wie ich mir s' vorg'stellt hab'." (Johann Nestroy)

"Das Maßnehmen ist eine alte Gewohnheit, die die Schneider doch nicht hindert, jedes neue G'wand zu verpfuschen." (Johann Nestroy)

"Und die Menschen haben schon den Unsinn, dass sie das für Wahrheit halten, worüber sie ein'n Schein in Händen haben." (Johann Nestroy)

"Ich hab' feste Grundsätz', fest bleib' ich dabei, / Nur wenn ich ein Geld seh', da änder' ich s' glei'." (Johann Nestroy")

"Die Taille ist die merkwürdigste Linie des Menschen, sie halbiert nicht nur jedes einzelne Individuum, nein, sie teilt auch das ganze schöne Geschlecht in zwei Teile, nämlich in solche, welche eine Taille haben, und in solche, welchen der Schneider erst eine machen muss." (Johann Nestroy)

"Nein, die Ehre hab' ich Ihnen nicht gegeben, erstens, weil ich die meinige selber brauch', und zweitens, weil Ihnen a fremde Ehr' nichts nutzt, wenn S' nicht a eigne haben." (Johann Nestroy)

"Bei Männern gibt's keine Menschenkenntnis; denn wenn man s' kennt, so lernt man 's als Unmenschen kennen." (Johann Nestroy)

"Es gibt Leute, deren Herzen gerade in dem Grad einschrumpfen, als ihre Geldbörsen sich erweitern." (Johann Nestroy)

"Er ist grad' so ehrlich, dass man ihn nicht aufhängen kann." (Johann Nestroy)

"Sie ist zwar nicht jung, aber hübsch ist sie auch nicht."

"Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab' mich noch selten getäuscht." (Johann Nestroy)

"Mein Gott, es ist halt ein bürgerlicher Kreis, lauter aufrichtige Leut'. Die heißen dich einen Esel ins G'sicht, aber bloß aus Biedersinn und Gutherzigkeit." (Johann Nestroy)

"'Geld macht nicht glücklich', sagt ein Philosoph, der Gott 'dankt hätt', wenn ihm wer eins g'liehen hätt'." (Johann Nestroy)

"Seltenes Geschöpf, sie erschrickt, wenn einer anklopft! Sonst ist den Frauenzimmern nur das schrecklich, wenn keiner mehr anklopft." (Johann Nestroy)

"Das ist die unerschöpfliche Diplomaten-Sprach', so oft s' a alt's Recht verdrahn, erfinden s' einen neuen Ausdruck dafür." (Johann Nestroy)

"Ich hab' einmal einen Freund g'habt, und seitdem hab' ich gar keinen Abscheu mehr vor die Feind'!" (Johann Nestroy)

"Das ist ja das größte Vorrecht einer Million, dass man damit so dumm daherreden kann, als man will, und doch was gilt." (Johann Nestroy)

"Wenn einen kein Mensch versteht, das ist national." (Johann Nestroy)

"Das Eheband ist das kürzeste an Raum, das längste in der Zeit." (Johann Nestroy)

"Wenn ein Mann nebstbei ein bisserl ein' Bart hat, so steht das männlich schön; wenn aber ein Bart nur nebstbei a bisserl ein' Mann hat, so steht das g'spaßig." (Johann Nestroy)

"Die edelste Nation unter allen Nationen ist die Resignation." (Johann Nestroy)

"Ja, die Lieb' - die Lieb', das ist die Köchin, die am meisten anrichtet in der Welt." (Johann Nestroy)

"Ich verachte dein Geld zu sehr, als dass ich es dir zurückgeben möchte." (Johann Nestroy)

"Die Polizei kann nicht das wahre Mittel sein gegen 's Stehlen, sonst gäbet's ja schon lang ka Spur mehr von ein' Dieb." (Johann Nestroy)

"Die Menschen muss man hassen, ehe man sie kennt, verachten, wenn man sie kennt." (Johann Nestroy)

"Ich bin immer gern bei Hochzeiten, schon das Bewusstsein, dass es nicht die meinige ist, macht, dass sich die Brust froh und frei erhebt." (Johann Nestroy)

"Die Freiheit hat noch keinen einzigen Nachtwächter, wohl aber schon a paar tausend Spitzeln brotlos g'macht." (Johann Nestroy)

"Die Macht des Geldes - (...) Ist nichts, aber die Macht des Keingeldes ist furchtbar!" (Johann Nestroy)

"So gibt's viel gute Menschen, aber grundschlechte Leut'." (Johann Nestroy)

"Freiheit ist ja was Schreckliches. Seine Herrlichkeit sagt immer: Der Regent ist der Vater, der Untertan ist a kleins Kind, und die Freiheit ist a scharfs Messer." (Johann Nestroy)

"Man braucht ja nix als Liebe und alles mögliche andere, und die Erde ist ein Paradies." (Johann Nestroy)

"Armut ist ohne Zweifel das Schrecklichste. Mir dürft' einer zehn Millionen herlegen und sagen, ich soll arm sein dafür, ich nähmet's nicht." (Johann Nestroy)

"Mit einem Wort, wir haben eine Menge Freiheiten gehabt, aber von Freiheit keine Spur." (Johann Nestroy)

"Hat man unrecht, wenn man von die Männer was Böses denkt? Ja, einmal vielleicht, aber neunundneunzigmal hat man recht." (Johann Nestroy)

"Der Ehestand gleicht einem Wagen, / Bepackt mit Freuden und mit Plagen, / Der Mann ist darin eingespannt, / Das Weib kutschiert mit mächt'ger Hand." (Johann Nestroy)

"Was die Leute denken werden? Gewiss nicht viel, schon deswegen, weil die denkenden Leute die wenigsten sind." (Johann Nestroy)

"Das ist eben das Dumme und höchst Ungerechte. Wenn die reichen Leut' nicht wieder reiche einladeten, sondern arme Leut', dann hätten alle genug zu essen." (Johann Nestroy)

"Man glaubt nicht, was jeder Mensch glaubt, was er für ein Mensch ist." (Johann Nestroy)

24 lustige Sprüche und Zitate von Friedrich Nietzsche

"Die Griechen, die so gut wußten, was ein Freund ist, haben die Verwandten mit einem Ausdruck bezeichnet, welcher der Superlativ des Wortes 'Freund' ist. Dies bleibt mir unerklärlich." (Friedrich Nietzsche)

"Wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat." (Friedrich Nietzsche)

"Die Selbstsucht ist bei Dieben, Räubern, Wucherern und Spekulanten im Grunde anspruchslos und bescheiden genug: man kann ja nicht leicht weniger von den Menschen wollen, als wenn man nur ihr Geld will." (Friedrich Nietzsche)

"Der Vorteil des schlechten Gedächtnisses ist, dass man dieselben guten Dinge mehrere Male zum ersten Male genießt." (Friedrich Nietzsche)

"Vergnügungs-Reisende. - Sie steigen wie Tiere den Berg hinauf, dumm und schwitzend; man hatte ihnen zu sagen vergessen, dass es unterwegs schöne Aussichten gebe." (Friedrich Nietzsche)

"Stehlen ist oft seliger als nehmen." (Friedrich Nietzsche)

"Die Werke des deutschen Genies halten sich nicht, wenn sie ins Ausland kommen: sie müssen wie die italienischen Weine an Ort und Stelle getrunken werden." (Friedrich Nietzsche)

"Der Unterleib ist der Grund dafür, dass der Mensch sich nicht so leicht für einen Gott hält." (Friedrich Nietzsche)

"Was hat den M(enschen) so verstört? Nicht die Dinge, nicht die Meinungen über die Dinge - sondern die Meinungen über Dinge, die es gar nicht gibt!" (Friedrich Nietzsche)

"Man vergisst seine Schuld, wenn man sie einem Andern gebeichtet hat, aber gewöhnlich vergisst der Andere sie nicht." (Friedrich Nietzsche)

"Nicht wenige, die ihren Teufel austreiben wollten, fuhren dabei selber in die Säue." (Friedrich Nietzsche)

"Vergeltung im Jenseits? Ihr wollt bezahlt sein?" (Friedrich Nietzsche)

"Voltaire war für die Erfindung der Ehe und der Kirche von Herzen dem Himmel dankbar: als welcher damit so gut für unsere Aufheiterung gesorgt habe." (Friedrich Nietzsche)

"Das Konkubinat ist korrumpiert durch - die Ehe." (Friedrich Nietzsche)

"'Wie komm ich am besten den Berg hinan?' Steig nur hinauf und denk nicht dran!" (Friedrich Nietzsche)

"Unter friedlichen Umständen fällt der kriegerische Mensch über sich selber her." (Friedrich Nietzsche)

"Wenn die Tugend geschlafen hat, wird sie frischer aufstehen." (Friedrich Nietzsche)

"Ein großer Gelehrter und ein großer Flachkopf - das geht schon leichter miteinander unter einem Hute." (Friedrich Nietzsche)

"Etwas Gesundheit ab und zu ist das beste Heilmittel." (Friedrich Nietzsche)

"Bosheit ist selten. - Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich beschäftigt, um boshaft zu sein." (Friedrich Nietzsche)

"Der Asket macht aus der Tugend eine Not." (Friedrich Nietzsche)

"Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen." (Friedrich Nietzsche)

"Wenn die Ehegatten nicht beisammen lebten, würden die guten Ehen häufiger sein." (Friedrich Nietzsche)

"Die Affen sind zu gutmütig als dass der Mensch von ihnen abstammen könnte." (Friedrich Nietzsche)

28 lustige Sprüche und Zitate von Jean Paul

"Je mehr Mühe ein Einfall kostet, desto weniger ist er sie wert." (Jean Paul)

"Man darf mit Erlaubnis der Obern zwar dumm, aber nicht ohne sie klug sein." (Jean Paul)

"Nicolai schrieb ein Buch über die Perücken und brachte es in dieser komischen Sache dahin, dass nicht der geringste Spaß und Witz darin aufstößet. Er selber sieht aus wie sein Thema." (Jean Paul)

"Ich kenne keinen Gaumen-, nur Gehirnkitzel; und steigt mir eine Sache nicht in den Kopf, so soll sie auch nicht in die Blase." (Jean Paul)

"Fürsten sollen sich nicht bloß mit dem Hirsch, sondern auch mit den Untertanen, die sie töten, malen lassen." (Jean Paul)

"Der Stein der Weisen ist der Grundstein zum Narrenhaus." (Jean Paul)

"Nichtssagende leere Wörter sind die schönsten Idiotismen der Höflichkeitssprache." (Jean Paul)

"Man muss nach Duell-Gesetzen noch einige Ehre im Leibe haben, um durch letztern geschossen zu werden." (Jean Paul)

"Ungeachtet Max Bücher nicht verdauet, sondern nur käuet, so hat er doch Recht auf seine Lektüre stolz zu sein: denn das ist schon ein Wunder und eine Ehre, dass sogar Max Bücher liest." (Jean Paul)

"Der Mensch ist nie allein - das Selbstbewusstsein macht, dass immer 2 Ichs in einer Stube sind." (Jean Paul)

"Hätt ich keine Bücher zu schreiben: ich wäre der beste Ehemann." (Jean Paul)

"Ich wollte, du hättest einen närrischen Titel gewählt: z. B. Gebetbuch aus Romanen gezogen, oder tätest es noch. Das Buch liefe leichter, wie ein Mensch mit einem Ratstitel." (Jean Paul)

"Ach, meine geliebteste, werteste Gattin! wäre dir doch ein Gatte beschert, der zehnmal weniger dächte!" (Jean Paul)

"Die Ehe ist wie der Zerberus, schmeichelt den Hineingehenden und bellet die Herausgehenden an." (Jean Paul)

"Der größte Irrtum des Publikums ist, dass es den Autoren mehr Verstand zutrauet, als sie äußern, anstatt ihnen weniger, als sie äußern, zuzutrauen." (Jean Paul)

"Geht denn mein Herz oder Gehirn mein Ich näher an als mein Mastdarm oder der Herzbeutel mehr als die Urinblase?" (Jean Paul)

"Eine Frau hält den Liebhaber für besser als den Mann, 1. weil sie diesen hat - 2. weil jener idealisch, dieser wirklich vorschwebt 3. weil jener gibt, dieser fordert, jener nimmt und dankt, dieser gibt und Dank fordert 4. weil sie jenen kürzer kennt 5.weil jener verspricht, dieser nur hielt 6. weil sie den Mann lieber haben würde, sobald sie der Liebhaber heiratete." (Jean Paul)

"Der Rezensent ist in der Blüte seiner Jahre, was ich schon daraus sehe, dass er noch keine Früchte zeigt." (Jean Paul)

"Ich merke Namen so wenig, dass ich oft vor dem Spiegel frage, wie heißt der darin." (Jean Paul)

"Die Ehe ist wie der Strich in der Druckerei zugleich Trenn- und Bindezeichen." (Jean Paul)

"Warum der Dichter A. schon seit acht Tagen sich nicht über die Grenzen der Menschheit hinausgeschwungen, wenigstens nicht höher gestiegen als die fünf Treppen zu seiner Behausung; kommt daher, weil sein Wirt ihm keinen Wein mehr borgen will." (Jean Paul)

"Die Menschen sind so sehr in ihre Ich eingesunken, dass jeder den Küchenzettel fremder Leibgerichte gähnend anhört und doch mit dem Intelligenzblatte der seinigen andere zu erfreuen meint." (Jean Paul)

"Was alles Böses gegen das Bier bei Philosophen gesagt wird, gilt nicht bei mir." (Jean Paul)

"Pressfreiheit: dass die drückende Partei zugleich die druckende ist; und die gedrückte nicht die gedruckte." (Jean Paul)

"Ich weiß freilich nicht alles mehr, was ich geschrieben, aber ich weiß mehr, als ich geschrieben." (Jean Paul)

"Mich quält ein Ort, wo die Bürger nichts haben, worin sie sich betrinken können." (Jean Paul)

"Seltsam der Soldatenstolz auf ihr Kraftansehen, da sie alle ein einzelnes Männchen regiert." (Jean Paul)

"Man kommt leichter zu jedem andern als zu sich." (Jean Paul)

26 lustige Sprüche und Zitate von Friedrich Schiller

"Ich stürze aus meinen idealistischen Welten, sobald mich ein zerrissner Strumpf an die wirkliche mahnt." (Friedrich Schiller)

"Einem Liebhaber, der den Vater zu Hilfe ruft, trau ich - erlauben Sie - keine hohle Haselnuss zu." (Friedrich Schiller)

"Das einzige Verhältnis gegen das Publikum, das einen nicht reuen kann, ist der Krieg, und ich bin sehr dafür, dass auch der Dilettantism mit allen Waffen angegriffen wird." (Friedrich Schiller)

"Schwimme, wer schwimmen kann, und wer zu plump ist, geh' unter!" (Friedrich Schiller)

"Wer Tränen ernten will, muss Liebe säen." (Friedrich Schiller)

"Ich kann's nicht lassen. Bei einem Prinzen fällt mir immer zuerst ein, ob er nicht zu etwas gut sei?" (Friedrich Schiller)

"Dass mein Geburtstag heute ist, habe ich erst von euch erfahren, denn ich bin ganz unrichtig in der Zeit." (Friedrich Schiller)

"Aber das lange Angaffen eines Alltagsgesichts muss endlich freilich auch ermüden." (Friedrich Schiller)

"Das Tadeln ist immer ein dankbarerer Stoff als das Loben, das wiedergefundene Paradies ist nicht so gut geraten als das verlorene, und Dantes Himmel ist auch viel langweiliger als seine Hölle." (Friedrich Schiller)

"Unwahrscheinlich ist es nicht, dass das Publikum sich selbst nicht mehr sehen mag, es fühlt sich in gar zu schlechter Gesellschaft." (Friedrich Schiller)

"Der Wein erfindet nichts, er schwatzt's nur aus." (Friedrich Schiller)

"Ich hab hier bloß ein Amt und keine Meinung." (Friedrich Schiller)

"Philosophen verderben die Sprache, Poeten die Logik, / Und mit dem Menschenverstand kommt man / durchs Leben nicht mehr." (Friedrich Schiller)

"Wem ich ein Lamm schenken will, lass ich's durch keinen Wolf überliefern." (Friedrich Schiller)

"Sie werden denken, ich sei indes gestorben, oder ich habe Sie vergessen, weil ich Ihnen nicht eine Zeile schrieb. Das Letztere kann wenigstens nur sein, wenn das Erste ist, und dieses ist ja nun nicht." (Friedrich Schiller)

"Die Deutschen wollen Empfindungen, und je platter diese sind, desto allgemeiner willkommen." (Friedrich Schiller)

"Wehe dem, der im Sturme der Leidenschaft noch mit den Spitzfindigkeiten einer klügelnden Vernunft zu kämpfen hat." (Friedrich Schiller)

"Aber so sind die Leute! Sie können es einem nicht vergeben, dass man sie entbehren kann." (Friedrich Schiller)

"Ich muss mich doch wirklich darüber wundern, wie unsere Weiber jetzt, auf bloß dilettantischem Wege, eine gewisse Schreibgeschicklichkeit sich zu verschaffen wissen, die der Kunst nahekommt." (Friedrich Schiller)

"Wär' der Gedank' nicht so verwünscht gescheit, / Man wär' versucht, ihn herzlich dumm zu nennen." (Friedrich Schiller)

"Herders Predigt hat mir besser als jede andre, die ich in meinem Leben zu hören bekommen habe, gefallen - aber ich muss dir aufrichtig gestehen, dass mir überhaupt keine Predigt gefällt." (Friedrich Schiller)

"Mittelmäßiger Umgang schadet mehr, als die schönste Gegend und die geschmackvollste Bildergalerie wiedergutmachen können; auch mittelmäßige Menschen wirken..." (Friedrich Schiller)

"Die Kinder freuen sich auf den Harnisch der Männer, und diese weinen, dass sie nimmermehr Kinder sind." (Friedrich Schiller)

"Die Großen Herrn sind so selten dabei, wenn sie Böses tun, sollten sie auch das Gute im Hinterhalt stiften?" (Friedrich Schiller)

"Es gibt ein Kartenspiel und es gibt ein Trauerspiel; aber offenbar ist das Kartenspiel viel zu ernsthaft für diesen Namen." (Friedrich Schiller)

"Engel fingst du mit Sirenentrillern von Unendlichkeit - Menschen angelst du mit Gold, Weibern und Kronen!" (Friedrich Schiller)

33 lustige Sprüche und Zitate von Arthur Schopenhauer

"Der Arzt sieht den Menschen in seiner ganzen Schwäche, der Jurist in seiner ganzen Schlechtigkeit, der Theolog in seiner ganzen Dummheit." (Arthur Schopenhauer)

"Dem Deutschen ist es sogar gut, etwas lange Worte im Munde zu haben: denn er denkt langsam, und sie geben ihm Zeit zum Besinnen." (Arthur Schopenhauer)

"Ist doch unsre zivilisierte Welt nur eine große Maskerade! Man trifft daselbst Ritter, Pfaffen, Soldaten, Doktoren, Advokaten, Priester, Philosophen und was nicht alles an! Aber sie sind nicht, was sie vorstellen: sie sind bloße Masken, unter welchen in der Regel Geldspekulanten (money-makers) stecken." (Arthur Schopenhauer)

"Wie töricht, zu bedauern und zu beklagen, daß man in vergangener Zeit die Gelegenheit zu diesem oder jenem Glück oder Genuß hat unbenutzt gelassen! Was hätte man denn jetzt mehr daran? - die dürre Mumie einer Erinnerung." (Arthur Schopenhauer)

"Ein eigentümlicher Fehler der Deutschen ist, daß sie, was vor ihren Füßen liegt, in den Wolken suchen." (Arthur Schopenhauer)

"Ich hege wirklich längst die Meinung, daß die Quantität Lärm, die jeder unbeschwert vertragen kann, in umgekehrtem Verhältnis zu seinen Geisteskräften steht und daher als das wahre Maß derselben betrachtet werden kann. Wenn ich daher auf dem Hofe eines Hauses die Hunde stundenlang unbeschwichtigt bellen höre; so weiß ich schon, was ich von den Geisteskräften der Bewohner zu halten habe." (Arthur Schopenhauer)

"Die Welt ist eben die Hölle, und die Menschen sind einerseits die gequälten Seelen und andererseits die Teufel darin." (Arthur Schopenhauer)

"Die gewöhnlichen Köpfe zeigen selbst in den kleinsten Angelegenheiten Mangel an Zutrauen zu ihrem eigenen Urteil; eben weil sie aus Erfahrung wissen, daß es keines verdient." (Arthur Schopenhauer)

"In früher Jugend sitzen wir vor unserm bevorstehenden Lebenslauf wie die Kinder vor dem Theatervorhang in froher und gespannter Erwartung der Dinge, die da kommen sollen - ein Glück, daß wir nicht wissen, was wirklich kommen wird!" (Arthur Schopenhauer)

"Daß die größte Trefflichkeit des Kopfes mit einer gleichen des Charakters nicht leicht im Verein gefunden wird, erklärt sich genugsam aus der unaussprechlich großen Seltenheit beider; während ihre Gegenteile durchgängig an der Tagesordnung sind: daher man diese ach täglich im Verein antrifft." (Arthur Schopenhauer)

"Während jeder sich schämen würde, in einem geborgten Rock, Hut oder Mantel umherzugehn, haben sie alle keine andern als geborgte Meinungen, die sie begierig aufraffen, wo sie ihrer habhaft werden, und dann, sie für eigen ausgebend, damit herumstolzieren." (Arthur Schopenhauer)

"Wie die Not die beständige Geißel des Volkes ist, so die Langeweile die der vornehmen Welt. Im bürgerlichen Leben ist sie durch den Sonntag wie die Not durch die sechs Wochentage repräsentiert." (Arthur Schopenhauer)

"Glückliche Ehen sind bekanntlich selten; eben weil es im Wesen der Ehe liegt, daß ihr Hauptzweck nicht die gegenwärtige, sondern die kommende Generation ist." (Arthur Schopenhauer)

"Die Zeitungen sind der Sekundenzeiger der Geschichte. Derselbe aber ist meistens nicht nur von unedlerem Metalle als die beiden andern, sondern geht auch selten richtig." (Arthur Schopenhauer)

"Ganz glücklich, in der Gegenwart, hat sich noch kein Mensch gefühlt, er wäre denn betrunken gewesen." (Arthur Schopenhauer)

"Wenn man einen Jüngling absichtlich verdummen und zu allem Denken völlig unfähig machen will, so gibt es kein probateres Mittel als das fleißige Studium Hegelscher Originalwerke". (Arthur Schopenhauer)

"Neun Zehntel unserer ganzen jetzigen Literatur hat keinen andern Zweck, als dem Publiko einige Taler aus der Tasche zu spielen: dazu haben sich Autor, Verleger und Rezensent fest verschworen." (Arthur Schopenhauer)

"In unserm monogamischen Weltteile heißt heiraten seine Rechte halbieren und seine Pflichten verdoppeln." (Arthur Schopenhauer)

"Demgemäß wird man im ganzen finden, dass jeder in dem Maße gesellig ist, wie er geistig arm und überhaupt gemein ist. Denn man hat in der Welt nicht viel mehr als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit." (Arthur Schopenhauer)

"Es wäre gut Bücher kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts." (Arthur Schopenhauer)

"Den Heisern singen zu hören, den Lahmen tanzen zu sehn ist peinlich; aber den beschränkten Kopf philosophierend zu vernehmen ist unerträglich." (Arthur Schopenhauer)

"Alle Weiber, mit seltenen Ausnahmen, sind zur Verschwendung geneigt. Daher muß jedes vorhandene Vermögen mit Ausnahme der seltenen Fälle, wo sie es selbst erworben haben, vor ihrer Torheit sichergestellt werden." (Arthur Schopenhauer)

"Weil die Leute statt des Besten aller Zeiten immer nur das Neueste lesen, bleiben die Schriftsteller im engen Kreis der zirkulierenden Ideen, und das Zeitalter verschlammt immer tiefer in seinem eigenen Dreck." (Arthur Schopenhauer)

"Ist sonach der Charakter der ersten Lebenshälfte unbefriedigte Sehnsucht nach Glück; so ist der der zweiten Besorgnis vor Unglück." (Arthur Schopenhauer)

"Nun aber ist, daß ein gewöhnlicher Kopf ungewöhnliche Gedanken haben sollte, gerade so wahrscheinlich, wie dass eine Eiche Aprikosen trüge." (Arthur Schopenhauer)

"Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzbeinige Geschlecht das schöne nennen konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt: in diesem Triebe nämlich steckt seine ganze Schönheit." (Arthur Schopenhauer)

"Daher ist in allen Ländern die Hauptbeschäftigung aller Gesellschaft das Kartenspiel geworden: es ist der Maßstab des Wertes derselben und der deklarierte Bankrott an alle Gedanken. Weil sie nämlich keine Gedanken auszutauschen haben, tauschen sie Karten aus und suchen einander Gulden abzunehmen. O klägliches Geschlecht!" (Arthur Schopenhauer)

"Vielmehr erscheint nur die menschliche Beschränktheit, Verkehrtheit und Schlechtigkeit in jedem Lande in einer andern Form und diese nennt man den Nationalcharakter." (Arthur Schopenhauer)

"Des gerichtlichen Meineides machen Weiber sich viel öfter schuldig als Männer. Es ließe sich überhaupt in Frage stellen, ob sie zum Eide zuzulassen sind." (Arthur Schopenhauer)

"Was alle Lebenden beschäftigt und in Bewegung erhält, ist das Streben nach Dasein. Mit dem Dasein aber, wenn es ihnen gesichert ist, wissen sie nichts anzufangen: daher ist das zweite, was sie in Bewegung setzt, das Streben, die Last des Daseins loszuwerden, es unfühlbar zu machen, 'die Zeit zu töten', d. h. der Langeweile zu entgehen." (Arthur Schopenhauer)

"Jede Nation spottet über die andere, und alle haben recht." (Arthur Schopenhauer)

"Die Wilden fressen einander und die Zahmen betrügen einander, und das nennt man den Lauf der Welt." (Arthur Schopenhauer)

"Die große Mehrzahl der Menschen ist so beschaffen, daß ihrer ganzen Natur nach es ihnen mit nichts ernst sein kann als mit Essen, Trinken und Sichbegatten." (Arthur Schopenhauer)

31 lustige Sprüche und Zitate von Kurt Tucholsky

"Ein Leser hat's gut: Er kann sich seine Schriftsteller aussuchen." (Kurt Tucholsky)

"Wirf den Bankier, wie du willst: er fällt immer auf dein Geld." (Kurt Tucholsky)

"Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion." (Kurt Tucholsky)

"In Überlebensgröße schreiten / hoch über uns die Mittelmäßigkeiten..." (Kurt Tucholsky)

"Man möchte immer eine große Lange, und dann bekommt man eine kleine Dicke - C'est la vie!" (Kurt Tucholsky)

"Zum Mann, der in der Nase bohrt: 'Suchen sie was bestimmtes?' (Kurt Tucholsky)

"Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird." (Kurt Tucholsky)

"Aufgabe mit imaginären Größen: 1 sozialdemokratische Partei hat in 8 Jahren 0 Erfolge. In wieviel Jahren merkt sie, dass ihre Taktik verfehlt ist?" (Kurt Tucholsky) 

"Als Gott am sechsten Schöpfungstage alles ansah, was er gemacht hatte, war zwar alles gut, aber dafür war auch die Familie noch nicht da." (Kurt Tucholsky)

"Die Staatsanwälte? Die reagieren ihr Liebesleben im Gerichtssaal ab." (Kurt Tucholsky)

"Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem, zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören." (Kurt Tucholsky)

"Der Zustand der gesamten menschlichen Moral läßt sich in zwei Sätzen zusammenfassen: We ought to. But we don't." (Kurt Tucholsky)

"Andere wilde Indianerstämme leben entweder auf den Kriegsfüßen oder rauchen eine Friedenszigarre: die Familie kann gleichzeitig beides." (Kurt Tucholsky)

"Man achte immer auf Qualität. Ein Sarg zum Beispiel muss fürs Leben halten." (Kurt Tucholsky)

"Der Mensch gönnt seiner Gattung nichts, daher hat er die Gesetze erfunden. Er darf nicht, also sollen die anderen auch nicht." (Kurt Tucholsky)

"Wenn die Maschinen, die die Menschen so im Lauf der Zeit erfunden haben, nun auch noch funktionierten: was wäre das für ein angenehmes Leben -!" (Kurt Tucholsky)

"Es geht nirgends so merkwürdig zu wie auf der Welt." (Kurt Tucholsky)

"Der Angestellte lebt von seinem kärglichen Gehalt sowie von der durch nichts zu erschütternden Überzeugung, dass es ohne ihn im Betriebe nicht gehe." (Kurt Tucholsky)

"Der Mensch zerfällt in zwei Teile: In einen männlichen, der nicht denken will, und in einen weiblichen, der nicht denken kann." (Kurt Tucholsky)

"Schade übrigens, dass der Papst kein Katholik ist." (Kurt Tucholsky)

"In der Ehe pflegt gewöhnlich immer einer der Dumme zu sein. Nur wenn zwei Dumme heiraten -: das kann mitunter gut gehn." (Kurt Tucholsky)

"Nur der Unbegabte stiehlt, der Kluge macht Geldgeschäfte." (Kurt Tucholsky)

"Wenn der Mensch fühlt, dass er nicht mehr hinten hoch kann, wird er fromm und weise; er verzichtet dann auf die sauern Trauben der Welt. Dieses nennt man innere Einkehr." (Kurt Tucholsky)

"Wer in einem blühenden Frauenkörper das Skelett zu sehen vermag, ist ein Philosoph. Brüste sind hübscher." (Kurt Tucholsky)

"Der Name ists, der Menschen zieret, / weil er das Erdenpack sortieret - / bist du auch dämlich, schief und krumm: Du bist ein Individuum." (Kurt Tucholsky)

"Lügen haben kurze Beine, viele Frauen auch, das beweist also nichts." (Kurt Tucholsky)

"Der Mensch möchte nicht gern sterben, weil er nicht weiß, was dann kommt. Bildet er sich ein, es zu wissen, dann möchte er es auch nicht gern; weil er das Alte noch ein wenig mitmachen will. Ein wenig heißt hier: ewig." (Kurt Tucholsky)

"Kopf ab zum Gebet!" (Kurt Tucholsky)

"Nationalökonomie ist, wenn die Leute sich wundern, warum sie kein Geld haben." (Kurt Tucholsky)

"Neben manchem andern sondern die Menschen auch Gesprochenes ab. Man muss das gar nicht so wichtig nehmen." (Kurt Tucholsky)

"Dies, mein Sohn, in einem Satze ist des Lebens Sinn: Kommt schon mal ne leere Droschke - dann sitzt einer drin!" (Kurt Tucholsky)

22 lustige Sprüche und Zitate von Mark Twain

"Nichts ist umsonst erschaffen - außer vielleicht der Fliege." (Mark Twain)

"Lasst uns dankbar sein für die Dummen! Ohne sie könnten wir anderen nicht erfolgreich sein." (Mark Twain)

"Kleider machen Leute. Nackte haben wenig oder keinerlei Einfluss in der Gesellschaft." (Mark Twain)

"Wir wollen nicht pedantisch sein. Es ist besser, gebrauchte Diamanten zu besitzen, als gar keine." (Mark Twain)

"Man sollte Fehler stets offen zugeben. Es bringt die Autoritäten aus dem Konzept und erlaubt einem, mehr zu begehen." (Mark Twain)

"Wahrheit ist das Kostbarste, was wir haben. Gehen wir sparsam damit um!" (Mark Twain)

"Der Mensch ist das einzige Tier, das errötet - oder doch erröten sollte." (Mark Twain)

"Wann immer man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen." (Mark Twain)

"Zivilisation ist die grenzenlose Vermehrung unnötiger Notwendigkeiten." (Mark Twain)

"Verschiebe nicht auf morgen, was genauso gut auf übermorgen verschoben werden kann." (Mark Twain)

"Hunde sind Gentlemen; ich hoffe, ich komme einst in ihren Himmel, nicht in den der Menschen." (Mark Twain)

"Es gibt nichts Ehrfurchtgebietenderes als ein Wunder - außer der Arglosigkeit, die darauf reinfällt." (Mark Twain)

"Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und satt machst, beißt er dich nicht. Das ist der Hauptunterschied zwischen Hunden und Menschen." (Mark Twain)

"Ich habe es nur selten geschafft, eine Gelegenheit zu nutzen, bevor es keine mehr war." (Mark Twain)

"Wohlstand ist meist schwer erträglich - der anderer Leute, meine ich." (Mark Twain)

"Nichts ist leichter, als mit dem Rauchen aufzuhören. Ich selbst habe es schon hundertsiebenunddreißigmal geschafft." (Mark Twain)

"Man muss auf seinen Charakter achten. Erwirb dir einen, wenn du kannst, und wenn nicht, dann tu so, als ob du einen hättest." (Mark Twain)

"Die Menschheit besteht aus denen, die verdammt sind, und denen, die verdammt sein müssten." (Mark Twain)

"Es hat bislang nur einen Christen gegeben. Man hat ihn erwischt und gekreuzigt - gleich zu Anfang." (Mark Twain)

"Nichts ist so reformbedürftig wie die Gewohnheiten anderer." (Mark Twain)

"Die Erschaffung des Menschen war eine gute und originelle Idee, aber dann auch noch das Schaf zu erschaffen, war eine Tautologie." (Mark Twain)

"Tue deine Pflicht heute - und bereue es morgen." (Mark Twain)

11 lustige Sprüche und Zitate von Oscar Wilde

"Die erste Pflicht im Leben ist, so künstlich wie möglich zu sein. Was die zweite Pflicht ist, hat bisher niemand entdeckt." (Oscar Wilde)

"Eine Wahrheit hört auf, wahr zu sein, wenn mehr als eine Person an sie glaubt." (Oscar Wilde)

"Nur die Geistlosen kennen sich selbst." (Oscar Wilde)

"In Prüfungen stellen die Dummen Fragen, welche die Klugen nicht beantworten können." (Oscar Wilde)

"Verruchtheit ist ein Mythos, den die Guten erfunden haben, um die Faszination zu erklären, die von den anderen ausgeht." (Oscar Wilde)

"Fleiß ist die Wurzel aller Hässlichkeit." (Oscar Wilde)

"Zeit ist die Verschwendung von Geld." (Oscar Wilde)

"Die Guterzogenen widersprechen den anderen. Die Klugen widersprechen sich selbst." (Oscar Wilde)

"Wenn man die Wahrheit sagt, kann man sicher sein, dass man früher oder später durchschaut wird." (Oscar Wilde)

"Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagens." (Oscar Wilde)

"Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Liebesbeziehung." (Oscar Wilde)

4 Fazite für die, die Fazite nötig haben

Das erste Fazit ist numerischer Natur: Wenn du Lust hast, zähle doch einmal nach, ob ich wirklich 598 lustige Sprüche und Zitate für dich (für wen sonst?) gesammelt habe. Wenn nein, kannst du dich bei Francis J. Underwood beschweren und bekommst einen präsidialen Gutschein für ein Elite-Coaching in Erbsenzählerei. Den Flug nach Washington musst du allerdings selbst bezahlen. (Wenn du Francis J. Underwood nicht kennst, kann ich dir ohnehin nicht helfen.)

Fazit Nummer zwei: Deutschland - 554 lustige Sprüche und Zitate von Wilhelm Busch, Theodor Fontane, Sigmund Freud, Heinrich Heine, Immanuel Kant, Karl Kraus, Gotthold Ephraim Lessing, Martin Luther, Karl Marx, Johann Nestroy, Friedrich Nietzsche, Jean Paul, Friedrich Schiller, Arthur Schopenhauer und Kurt Tucholsky beweisen es - Deutschland beziehungsweise der deutschsprachige Kulturraum hat intellektuell mehr zu bieten als Anne Will und Maybrit Illner und in puncto Humor mehr als Mario Barth und Eckart von Hirschhausen

Fazit Nummer drei: Friedrich Nietzsche hat mal wieder recht, besonders da, wo er nicht Unrecht hat. Tucholsky hat dagegen eher recht, wo er recht hat. Und Oscar Wilde muss man differenzierter betrachten. In Sigmund Freuds Humor scheint der Ödipuskomplex durch. Und Arthur Schopenhauer, nun ja, er mag die Menschen eben nicht...

Das vierte Fazit ist appelhafter Natur: Lieber Leser, neige mir dein Ohr. Ich habe 598 lustige Sprüche und Zitate für dich gesammelt, vielleicht eins mehr, vielleicht eins weniger. 598!!! The greatest collection of funny quotes in history, it's true, so true, so big, huge stuff! 598!!! Und wenn ich 598 lustige Sprüche für dich sammele, die dazu noch verdammt intelligent sind, dann ist es - sofern du kein Vollpfosten bist - wohl nicht zu viel verlangt, dass du jetzt hingehst und meinen Artikel brav teilst oder verlinkst. Deal?